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Oberbürgermeister-Stichwahl am 14. Oktober
Wente empfiehlt Wahl von Gauf

Andreas Wente.
Andreas Wente. FOTO: VGabriel/Hauptstraße57/66506 Maßweiler/06334-5457/0171-5427548 / VGabriel
Zweibrücken. Grund: CDU sei in Zweibrücken besser aufgestellt und geschlossener als die SPD.

Andreas Wente hat es spannend gemacht: Am Donnerstag hatte der im ersten Wahlgang mit 2,7 Prozent ausgeschiedene parteiunabhängige Oberbürgermeister-Kandidat für Freitag eine Empfehlung für die Stichwahl angekündigt. Auf Merkur-Nachfrage verschob Wente das dann auf Sonntagnachmittag, am Abend ging seine Mail dann in der Redaktion ein – und das Geheimnis ist gelüftet: Wente plädiert im Stichwahl-Duell am 14. Oktober zwischen Marold Wosnitza (SPD) und Christian Gauf (CDU) für den im ersten Wahlgang 6,3 Prozentpunkte zurückliegenden Christdemokraten.

„Meinen herzlichsten Glückwunsch an Fritz Presl, der es geschafft hat, Herrn Wosnitza bekannt zu machen. Nur deshalb liegt die SPD derzeit vor der CDU“, leitet Wente seine Stellungnahme ein. „Meine Empfehlung spreche ich aber der CDU aus. Warum? Ich glaube, dass die CDU für die Stadt Zweibrücken besser aufgestellt ist. Es geht schließlich nur darum, in den nächsten acht Jahren in Zweibrücken und Umgebung große Firmen anzusiedeln, um die sich ein neuer Mittelstand bilden wird. Denn nur dann, und nur dann, wird es Zweibrücken schaffen, den demographischen Wandel aufzuhalten und somit verhindern, dass unsere kreisfreie Stadt ihren Titel verliert. Was wiederum der Todesstoß für Zweibrücken wäre!“ Es gelte, „die Wirtschaft massiv anzukurbeln“, denn „vom Tourismus allein wird Zweibrücken keine Zukunft haben“. Ein Vorteil von Gauf ist dabei für Wente, „dass innerhalb der CDU in Zweibrücken mehr Geschlossenheit herrscht als in der SPD“. Des Weiteren sei Gauf bekannter und habe längere Verwaltungserfahrung.

„Aber egal wer es nun wird“, schließt der Berufssoldat mit einem Appell: „Wichtig ist, dass die Herren endlich verstehen, dass es nur gemeinsam voran gehen kann. Also Zusammenarbeit ist angesagt! Interne Parteiquerelen haben hintenanzustehen.“ Der OB-Wahlkampf habe „recht gute Ideen hervorgebracht Wenn man jetzt versucht, diese umzusetzen, dann sollte es gelingen, dass ein oder andere Projekt voranzutreiben und über die Zeit zu verwirklichen. Dazu muss man aber auch bereit sein, sich unterstützen zu lassen, egal von wem und welcher Partei derjenige angehört. Es geht allein um die Bürger und die Zukunft Zweibrückens. Also packen Sie es an!“



(lf)