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Kriminalität in Zweibrücken
Weniger Straftaten, mehr Fahndungserfolge

 Matthias Mahl leitet die Polizeiinspektion Zweibrücken.
Matthias Mahl leitet die Polizeiinspektion Zweibrücken. FOTO: Polizei
Zweibrücken. Polizeiinspektion erläutert im kommunalen Präventionsrat Kriminalstatistik der Stadt Zweibrücken. Von Fritz Schäfer

Im vergangenen Jahr ist auch in der Stadt Zweibrücken die Zahl der Straftaten zurückgegangen. Von 2574 im Jahr 2017 auf 2383. Diese Zahl nannte der Leiter der Polizeiinspektion Zweibrücken, Matthias Mahl, in der Sitzung des kommunalen Präventionsrats. Gleichzeitig sei die Aufklärungsquote auf 73 Prozent gestiegen. „Das sind gute Zahlen. Aber wir können uns dennoch nicht zurücklegen.“

„Das sind immer noch 6,5 Straftaten am Tag“, rechnete AfD-Stadtrat Walter Buchholz vor.  „Jeder Fall ist einer zuviel. Aber im Vergleich stehen Zweibrücken und die Region gut da“, entgegnete Oberbürgermeister Marold Wosnitza (SPD). Mahl erinnerte an eine Studie, die der Leiter der Polizeidirektion Pirmasens, Stefan Bauer, bei der Vorstellung der Kriminalstatistik zitiert hatte, wonach die Südwestpfalz eine der sichersten Region in  Deutschland sei (wir berichteten).

„Das sind statistische Werte“, meinte Buchholz. Nach Meinung einer Teilnehmerin spiegelten die Zahlen die Wirklichkeit wieder und nicht die subjektive Wahrnehmung. Dabei wiederholte sie Mahl: Weniger Straftaten und höhere Aufklärungsquote. Bei den einzelnen Deliktfeldern erwähnte Mahl, dass die Zahl der Diebstähle und der Wohnungseinbrüche deutlich zurückgegangenen sei.



Rita Folz, Mitglied des Präventionsrats und des Seniorenrates, mahnte an, dass die Bürger mehr tun sollten, um Straftaten zu verhindern. „Da sage ich den Leuten zum Beispiel immer, sie sollten die Fenster schließen. Und dann lassen sie sie doch auf. Wenn dann was passiert, wird laut nach der Polizei gerufen.“

In der Sitzung berichtete Gertrud Schanne-Raab von den Aktivitäten des Arbeitskreises Integration. Das multikulturelle Begegnungsfest im Mai sei wieder ein Erfolg gewesen. „Der Schlossplatz war gut gefüllt mit Ständen und Leuten.“ Der Wechsel auf den Schlossplatz sei der Not geschuldet gewesen. Aber der Umzug habe sich als vorteilhaft herausgestellt.

Das Café International im Mehrgenerationenhaus werde weiter gut besucht. Insbesondere von Frauen, die in der Flüchtlingsarbeit engagiert seien. In der Vergangenheit bis 2017 habe sich der Arbeitskreis mit einem runden Tisch um Sprachförderung gekümmert. Zuletzt seien Probleme aufgetaucht. „Das werden wir beobachten und wenn nötig aktiv werden“, sagte Schanne-Raab.

Laura Koch vom städtischen Jugendamt berichtete von den Verkehrssicherheitstagen an den beiden Zweibrücker Gymnasien und der Berufsschule. Bei der Veranstaltung sollen Jugendliche animiert werden, sich sicherer im Verkehr zu verhalten. Dabei werde insbesondere auf den Einfluss von Alkohol und Drogen hingewiesen. Neben aktivierenden Aktionen gebe es auch Vorträge. Kooperationspartner seien unter anderem Polizei, Suchtberatung und Staatsanwaltschaft.