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Kriminalitätsstatistik
Weniger Straftaten in Zweibrücken

Die Zahl der Einbrüche ist 2017 im Bereich der Polizeidirektion Pirmasens, zu der auch Zweibrücken gehört, zurückgegangen.
Die Zahl der Einbrüche ist 2017 im Bereich der Polizeidirektion Pirmasens, zu der auch Zweibrücken gehört, zurückgegangen. FOTO: Bodo Marks / dpa
Pirmasens/Zweibrücken. Im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Pirmasens ist Zahl allerdings gestiegen. Aber Rückgang bei Einbrüchen.

Trotz des leichten Anstiegs der Straftaten im gesamten Bereich der Polizeidirektion Pirmasens war Karl Höhn bei der Vorstellung der Kriminalitätsstatistik „zufrieden“ mit den Zahlen. Insbesondere der Rückgang bei den Wohnungseinbrüchen sei erfreulich. Denn dieses Delikt beeinflusse das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung enorm.

Bis 2015/16 ist die Zahl stetig angestiegen. Von Seiten des Landes und der Polizeibehörden seien deshalb Maßnahmen ergriffen worden, sagte der Leiter der Kriminalinspektion Pirmasens, Dieter Gast. Zum einen durch Informationsveranstaltungen (wir berichteten) und zum anderen durch mehr Ermittler bei den zuständigen Abteilungen. „Das ist aufgegangen“, bewertet Gast die Zahlen.

Im vergangenen Jahr wurden 196 Fälle gezählt – 67 in Zweibrücken, 40 in Pirmasens. Im Jahr 2016 waren es 243 und 2015 sogar 288. Nach der Auswertung der Polizei handelte es sich bei den Fällen in Pirmasens vor allem um örtliche Täter, in Zweibrücken und dem Landkreis um überregional agierende Banden. Gast: „Wenn solche Banden wieder kommen, werden wir darauf reagieren.“



Im vergangenen Jahr zählte die Polizeidirektion Pirmasens 9232 Straftaten. Im Jahr davor waren es 9078. In den letzten zehn Jahren waren es durchschnittlich 9616. Der Anstieg im Direktionsbereich ist ausschließlich auf die Zunahme in der Stadt Pirmasens zurückzuführen. In Zweibrücken sank die Zahl von 2776 (in 2016) auf 2574 im vergangenen Jahr. 2016 war im Vergleich der letzten Jahre auch ein Ausreißer nach oben. Im Landkreis sank die Zahl der Straftaten von 2951 auf 2872.

Erfreulich ist nach Aussage Höhns die weiterhin hohe Aufklärungsquote von 65,6 Prozent. „Damit liegen wir im Land an der Spitze“, sagte der Sprecher der Polizeidirektion, Martin Sema. Die 9232 Straftaten wurden von 4219 Tatverdächtigen ausgeführt. Neben der Betrachtung der verschiedenen Altersgruppen beleuchtet die Kriminalstatistik auch den Anteil der nichtdeutschen Tatverdächtigten aus verschiedenen Ländern wie Rumänien, Syrien, Polen, Türkei oder Frankreich.

Dieser Anteil ist seit 2013 bis 2016 angestiegen. Im vergangen Jahr waren es 772 (16,3 Prozent). Im Jahr davor waren es 793. Ein Deliktschwerpunkt sind Körperverletzungen. „Das sind zumeist Streitereien unter Landsleuten“, sagt Höhn. Das korrespondiert auch mit der Zahl der Opfer. Auch hier sei der Anteil der nichtdeutschen Opfer angestiegen, erklärt Gast.

Nach Rückgängen in den vergangenen Jahren ist die Zahl der Sexualdelikte im vergangenen Jahr auf 131 gestiegen. Gast begründete das mit der Verschärfung des Strafrechts und damit einhergehendem gestiegenen Anzeigeverhalten der Opfer. Zudem sei es durch bessere Zusammenarbeit der verschiedenen Behördenebenen im Bereich der Kinderpornografie im Internet „leichter, den Tätern auf die Schliche zu kommen“.

Rückläufig war auch die Gewalt in engen sozialen Beziehungen. Dabei sind es nach der Erfahrung der Polizei hauptsächlich Männer, die Gewalt anwenden. Insgesamt waren es 305. 141 in Pirmasens, 68 in Zweibrücken. Dabei wollte der Direktionsleiter keine Bewertung vornehmen. Ebenso wenig bei der Gewalt gegen Polizeibeamte. Da wurden in Pirmasens 2017 62 Fälle registriert, in Zweibrücken 17 und im Landkreis Südwestpfalz sieben – insgesamt zwei weniger als im Jahr 2016.