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40. Auflage in diesem Jahr
O du fröhliches Jubiläum!

Stimmungsvoll: Der Weihnachtsmarkt auf dem Alexanderplatz mit festlich illuminierter Alexanderskirche.
Stimmungsvoll: Der Weihnachtsmarkt auf dem Alexanderplatz mit festlich illuminierter Alexanderskirche. FOTO: Lutz Fröhlich
Zweibrücken. In diesem Jahr findet der Weihnachtsmarkt in Zweibrücken zum 40. Mal statt. Und das mit der Rekordzahl von 56 Teilnehmern – einer kommt sogar aus Düsseldorf angereist. Der Markt will mit buntem Musikmix und „gigantischer Lasershow“ punkten, verspricht Organisator Heiko Saberatzky im Gespräch mit dem Merkur. Von Mathias Schneck

Ein runder Geburtstag will besonders gefeiert werden. Und das wird auch im Fall von 40 Jahren Weihnachtsmarkt in Zweibrücken der Fall sein, verspricht Heiko Saberatzky, der mit seinem Verein Kontrastbühne das Ganze organisiert, im Gespräch mit dem Pfälzischen Merkur.

„Wir haben dieses Jahr eine Rekordteilnehmerzahl’“, erklärt er strahlend. Erstmals sind 56 Händler mit im Boot, sie betreiben insgesamt 53 Hütten auf dem Markt, der (seit dem Umzug im Dezember 2012 vom Schlossplatz) rund um die Alexanderskirche und in der Vertiefung der Kirche stattfindet.

„Größer soll der Markt aber auch nicht werden“, merkt Saberatzky an, dass die 56 Händler bereits das Ende der Fahnenstange seien; der Markt solle schließlich heimelig wirken und nicht ausfransen.



Der Organisator sagt, dass ein großer Teil der Beschicker aus Zweibrücken und der Region komme, es seien über 50 Prozent, in vielen anderen Städten sei diese Quote nicht so hoch. Aber es sei wichtig für ihn, dass gerade Privatleute und vor allem auch Vereine aus der Nähe die Möglichkeit bekommen, an dem Marktgeschehen teilzunehmen und so die Vereinskasse aufzubessern.Ganz offenkundig hat der Zweibrücker Weihnachtsmarkt bei den Beschickern mittlerweile einen ausgezeichneten Ruf, der am weitesten entfernte Händler komme 2018 gar aus Düsseldorf, bemerkt der Organisator. „Ich habe ihn auf einer Veranstaltung kennengelernt, er bietet Artikel aus Olivenholz an. Ich finde, dass das unser Angebot bereichert“, so Saberatzky.

Aus diesem Grund habe er übrigens auch einigen Interessenten absagen müssen. Er nennt ein Beispiel zur Erklärung: „Es bringt nichts, wenn wir fünf Pizzastände auf dem Weihnachtsmarkt haben, wir brauchen Abwechslung im Angebot.“

Startschuss für das besinnliche Treiben ist am Nikolaustag, Donnerstag, 6. Dezember, um 17 Uhr. An diesem Tag findet idealerweise traditionell der Ehrentag für die Zweibrücker Feuerwehr statt, im Rathaus gibt es Auszeichnungen für die Helfer und im Anschluss ziehen sie mit Fackeln zum Alexanderplatz. Das gebe wieder stimmungsvolle Momente rund um den Weihnachtsmarkt, sagt der Organisator. Nach der Eröffnung stehen die Pforten des weihnachtlichen Dorfes den Besuchern am zweiten und dritten Ad-

ventswochenende offen: freitags jeweils von 17 bis mindestens 21 Uhr (maximal bis 22 Uhr) und samstags und sonntags jeweils von elf bis mindestens 21 Uhr.

Das Musikprogramm werde wieder bunt gemischt sein. „Das Spektrum reicht von klassischer Musik bis zu Rock’n’ Roll“, sagt Saberatzky. Einige Beispiele: Am Eröffnungstag, Nikolaustag (Freitag, 6. Dezember), spielt „Celebrate Music 4 U“ (ab 17 Uhr), tags darauf, am Freitag, 7. Dezember, spielt der Posaunenchor der Stadtmission Zweibrücken (ebenfalls ab 17 Uhr). Am Samstag,, 8. Dezember gibt der Shanty-Chor Teddy Suhren wieder seine beliebte „Seemannsweihnacht“ zum Besten (ab 14 Uhr), am Freitag, 14. Dezember wird es rockig mit „McMurphy’s Finest Rock’n’Roll“ (19 Uhr), die Herzog-Christian-Musikschule unterhält am Samstag, 15. Dezember ab zwölf Uhr unter dem Motto „Weihnachtsblech“, am Samstag, 16. Dezember, gibt es wieder ein Nikolaustreffen (ab 16 Uhr) und am gleichen Tag, ab 18 Uhr, wird das große Finale eingeläutet. Dann tritt die Party-Band „Fine R.I.P“ auf - bekannt unter anderem durch ihr Lied „De Riesling werd’ knapp“.

Das ganze Programm werde spätestens ab Anfang Dezember mittels Flugblatt bekanntgegeben, sagt Saberatzky. Über eine kostenlose App könne man alle Angebote bereits jetzt schon einsehen.

Das Finale wird laut und bunt, verspricht der Veranstalter. „Die Band ,Fine R.I.P wird bei ihrem Auftritt eine Pause einlegen. Dann gibt es eine gigantische Lasershow“, stellt er in Aussicht.

Besinnlich ist das ja nicht unbedingt. Aber Saberatzky, der den Weihnachtsmarkt bereits seit dem Umzug an den „Alex“ im Jahr 2012 plant, weist (wie schon in den Vorjahren) daraufhin, dass das bunte Treiben rund um die Alexanderskirche zwar durchaus besinnlich sein solle und auch müsse – aber nicht nur. „Wir haben viele Gäste, die sagen, dass sie froh sind, wenn nicht nur Weihnachtsmusik gespielt wird, sondern wenn es auch mal etwas kraftvoller zugeht.“

Hat Saberatzky eigentlich ein Problem damit, dass die Gewobau an der Schließ heuer dem Weihnachtsmarkt erstmals Konkurrenz macht mit ihrem „Weihnachtszauber“? Der wurde am 16. November eröffnet und läuft bis 24. Februar (immer freitags bis sonntags).

Saberatzky fürchtet diesen „Zauber“ nicht. Im Gegenteil: „Ich finde es gut, dass das stattfindet. So haben Besucher unserer Stadt ein noch größeres Angebot. Wir kommen uns schon nicht ins Gehege“, ist er sich gewiss. Der „Winterzauber“ an der Schließ finde schließlich ein gutes Stück vom Weihnachtsmarkt entfernt statt. Die Stadt könne nur davon profitieren, dass es gleich zwei solche Veranstaltungen gibt.

Weihnachtsmark-Organisator Heiko Saberatzky.
Foto: nob
Weihnachtsmark-Organisator Heiko Saberatzky. Foto: nob FOTO: Norbert Rech