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Großbundenbach
Fortsetzung der Erfolgsgeschichte

Bereits zum elften Mal fand am Wochenende in Großbundenbach das Walnussfest statt.
Bereits zum elften Mal fand am Wochenende in Großbundenbach das Walnussfest statt. FOTO: Norbert Schwarz
Großbundenbach. Großbundenbach hat am Wochenende das elfte Walnussfest gefeiert. Von Norbert Schwarz

Im elften Jahr luden die Dorfbewohner von Großbundenbach zu ihrem inzwischen längst zur Tradition gewordenen Walnussfest ein. Und der Besucherzuspruch ließ auch dieses Jahr überhaupt keine Klagen aufkommen. Wie früher einmal Städte und Dörfer von hohen Stadtmauern und Steinwällen umgeben waren, so waren das an diesem Wochenende die Blechkarossen von überallher, die auf den Parkplätzen rund ums Dorf standen oder an der Einfallstraße von Käshofen und Kleinbundenbach her parkten.

Ortsbürgermeister Dieter Glahn, in der blauen Arbeitsschürze überall dort aushelfend, wo gerade Not am Mann war oder Nachschub für dieses und jenes gebraucht wurde: „Es ist wie gehabt, das Walnussfest bleibt eine Erfolgsgeschichte für unseren Ort auf der Sickingerhöhe.“ Der Festunkundige oder Erstbesucher des Walnussfestes konnte jedenfalls bereits bei der Anfahrt feststellen: In diesem Ort muss heute mächtig viel los sein! Dass sich die riesige Gästeschar dann trotzdem überhaupt nicht auf das bunte Treiben auswirkte, ist dem Umstand geschuldet, dass sich die fast 40 Verkaufs- und Verzehrstellen, exakt sind es 36 gewesen, sozusagen über das gesamte Straßennetz mit seinen beiden markanten Punkten vor der historischen Dorfkirche und dem Platz vor dem Kindergarten verteilten.

„Ich komme jedes Jahr hierher und bin immer wieder überrascht darüber, dass den Bundenbachern was Neues einfällt“, merkte Helga Wagner aus Homburg an und lobte die vielen lauschigen Plätze die es in dem kleinen Dorf gebe. Im letzten Jahr schon waren weit mehr als 3000 Besucher zum Walnussfest auf die Sickingerhöhe gepilgert. In diesem Jahr könnten es durchaus noch mehr gewesen sein, weil noch mehr Anbieter für das nicht alltägliche Fest gewonnen wurden und die Veranstaltungsfläche sich damit vergrößerte, wie Dieter Glahn meinte.



Eine Tatsache ist und bleibt, dass sich die Dorfbewohner mit dem Walnussfest längst einen ganz besonderen Namen machen konnten und es ihnen gelang, für die Gemeinde damit ein echtes Alleinstellungsmerkmal zu kreieren. „So hann ich mer das doch ned vorgestellt“, bekannte beispielsweise August Altherr aus Landstuhl, der heuer erstmals das Walnussfest besuchte und vom besonderen Festflair gepackt war.

Im alten Dorfkern jedenfalls das bekannte Bild. Überall Besucher mit dem bunten Flyer in der Hand sich ihre Lieblingsbleibe suchend. „Dadurch, dass wir nicht alles auf unseren Dorfplatz konzentrieren, haben wir im Ort selbst eine entspannte Situation“, stellte Dieter Glahn fest und Gisela Becker, die aus dem vorderpfälzischen Mussbach ob der medialen Werbung für die Veranstaltungsstätte angereist war, bestätigte diese Aussage. Das Walnussfest sei klein, aber voller Reize, lebe von einem ganz besonderen Flair, stellt die Vorderpfälzerin fest und meinte mit einem Augenzwinkern: „,Fast genauso urig wie bei unseren Weinfesten“. Von allem Anfang an ist Patrick aus dem Lothringer Land dabei. Salami, Schinken und Speck sind seine Spezialitäten. Der Verkauf sei gut gewesen und viele bekannte Gesichter gebe es bereits inzwischen. Etwas, was der Gast aus dem Nachbarland ebenso schätzt wie die klingende Münze in der Kasse. Unterhalten wurden natürlich auch die vielen Kinder, wie in den Jahren zuvor war der Einsatz der Erzieherinnen des Bundenbacher Kindergartens groß, gleich ob beim Schminken oder den sonstigen Spielmöglichkeiten, die angeboten wurden.