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Vertreterversammlung
VR-Bank zahlt drei Prozent Dividende aus

Pirmasens/Zweibrücken. Vorstand und Aufsichtsrat von Vertretern der Genossenschaftsbank entlastet. Von Martin Wittenmeier

Nicht euphorisch, aber dennoch zufrieden: Auch das Geschäftsjahr 2018 ist für die VR-Bank Südwestpfalz Pirmasens-Zweibrücken erfolgreich verlaufen. Zum diesem Schluss kamen am Donnerstagabend in der Pirmasenser Festhalle nicht nur der Vorstand und der Aufsichtsrat, sondern auch die 70 anwesenden Vertreter der 14 540 Mitglieder, die sich mit der dreiprozentigen Dividende zufrieden zeigten.

Abermals stehe die VR-Bank Südwestpfalz vor neuen Herausforderungen, erklärte Vorstandsvorsitzender Paul Heim: „Wir müssen die technologische Entwicklung ernst nehmen, brauchen aber gleichzeitig leistungsfähige Banken vor Ort.“ Es sei der VR-Bank gelungen, die Transformation aus der analogen in die digitale Welt zu meistern. Dennoch gebe es Grenzen der Automatisierung. „Menschen sollen von Menschen betreut werden, deshalb bekennen wir uns auch im Internetzeitalter zu Geschäftsstellen vor Ort“, versicherte Heim, künftig noch mehr auf „Multikanal-Strategien“ zu setzen: „Persönlich, technisch und mobil für die Kunden da sein“. Regionalität und Nähe seien noch immer die Trümpfe der Genossenschaftsbanken.

Nur leicht angestiegen ist im vergangenen Jahr die Bilanzsumme um 0,3 Prozent auf 748,5 Millionen Euro. „Damit wurden unsere Erwartungen leicht unterschritten“, sagte Heim. Trotzdem: Im dritten Jahr nach der Fusion der VR-Bank Südwestpfalz aus Zweibrücken mit der VR-Bank Pirmasens sei der „Genossenschaftsgedanke erfolgreicher denn je“. Die verhaltene Dynamik sei durch eine Teilauslagerung von Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitarbeitern zu begründen, erklärte Heim.



Positiv habe sich dagegen das Kreditgeschäft entwickelt: 2018 wurden Kredite von insgesamt 92,9 Millionen Euro gewährt. Dadurch steigen die Forderungen an die Kunden um 2,5 Prozent auf 448,7 Millionen Euro (Vorjahr: 437,6 Millionen Euro).

Zugelegt haben im vergangenen Jahr erneut die Kundeneinlagen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden erhöhten sich um 10,7 Millionen Euro auf 638,8 Millionen Euro. „Wir genießen noch immer ein hohes Kundenvertrauen“, stellte der Vorstandsvorsitzende heraus. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase sei die Nachfrage nach Sparanlagen aber eher gering.

Zwar ist der Zinsüberschuss als Folge der Niedrigzinspolitik um 792 000 Euro auf 15,4 Millionen Euro gesunken. Durch einen auf 6,6 Millionen Euro gestiegenen Provisionsüberschuss und Einsparungen beim Verwaltungsaufwand sei der Rückgang bei den Zinsen aufgefangen worden. Nach dem Ergebnis konnten so 423 164,13 Euro den Rücklagen zugeführt werden.

Einstimmig befürwortet wurde von der Vertreterversammlung schließlich die Verwendung des Bilanzgewinns 2018: 203 677 Euro sind für die Ausschüttung einer dreiprozentigen Dividende reserviert. Weitere 110 000 Euro fließen in die gesetzlichen Rücklagen, zudem werden 109 000 Euro den anderen Ergebnisrücklagen zugeführt, der Restbetrag auf das neue Geschäftsjahr übertragen. Für die beiden kommenden Jahre rechnet die VR-Bank Südwestpfalz Pirmasens-Zweibrücken mit einem lediglich moderaten Zinsanstieg.

Erwähnt wurde von Heim auch die Förderbilanz, also der Mehrwert, der der Südwestpfalz durch die VR-Bank zugute kommt: Rund 1,3 Millionen Euro Steuern hat die Genossenschaftsbank 2018 gezahlt, mehr als 140 000 Euro in Spenden und Sponsoring investiert. Derzeit bietet die VR-Bank Südwestpfalz Pirmasens-Zweibrücken 187 Mitarbeitern – darunter zehn Auszubildenden – einen Arbeitsplatz.

Einig waren sich die Vertreter nicht nur, Vorstand und Aufsichtsrat zu entlasten. Auch zwei der drei turnusgemäß ausgeschiedenen Aufsichtsratsmitglieder, Tapani Braun und Joachim Jordan, wurden wiedergewählt. Ausgeschieden ist dagegen aus Altersgründen Herbert Blinn.