| 23:21 Uhr

Pferdezuchtverein Zweibrücken und Umgebung
Vortrag zum Thema „Wieviel Futter braucht mein Pferd?“

Zweibrücken. (cvw) „Wieviel Futter braucht mein Pferd?“ Diese Frage beantwortete der ehemalige Leiter des Landgestüts, Hans-Dieter Nebe, kürzlich auf Einladung des Pferdezuchtvereins Zweibrücken und Umgebung im „Pfälzer Hof“ in Zweibrücken.

(cvw) „Wieviel Futter braucht mein Pferd?“ Diese Frage beantwortete der ehemalige Leiter des Landgestüts, Hans-Dieter Nebe, kürzlich auf Einladung des Pferdezuchtvereins Zweibrücken und Umgebung im „Pfälzer Hof“ in Zweibrücken.

Alter, Größe und Rasse des Pferdes, Arbeitsleistung unter dem Sattel, als trächtige oder Milch gebende Mutterstute sowie die Qualität des Futters spielen dabei eine bedeutende Rolle.

„Wegen der Witterung sei die Heu- und Strohqualität in Deutschland oft problematisch durch Schimmelbefall“, verdeutliche der Ausbilder des Dienstleistungszentrums Ländlicher Raum.



An Beispielen rechnete er vor, wie einzelne Pferde, Fohlen, Absetzer und Jährlinge gefüttert werden können. 63 Kilojoule, die ein Warmblut von rund 600 Kilogramm pro Tag benötigen, können bei geringer Belastung mit zwölf Kilogramm Heu am Tag als Erhaltungsfutter gereicht werden. Das Rauhfutter wie Heu und Stroh ist extrem wichtig als Ballaststoff für die Darmtätigkeit der Pferde.

Ergänzt wird es mit leckerem Saftfutter wie Gras, Heulage, Rüben oder Möhren. Bei Beanspruchung kommen Hafer, Pellets oder Kraftfutter dazu. „Heulage ist die Sahnetorte für jedes Pferd“, weiß Hans-Dieter Nebe. Doch jedes Zufüttern sei teuer. Viel zu lange sei viel zu viel Mineralfutter gegeben worden, welches das Pferd weder aufnimmt noch speichert.

Ebenso wichtig wie Futter sind mindestens 50 Liter Wasser pro Tag. „Wenn das Pferd nicht säuft, bringt es keine Leistung, weder sportlich noch an Milchleistung oder im Wachstum“, so der Dozent.

Besonderes Augenmerk gälte den Fohlen, die mit drei Monaten von Mutter und Milch abgesetzt werden. „Das ist immer Stress, auch, wenn sie gemeinsam mit Spielkameraden in eine Box kommen. Wichtig ist, dass sie genug fressen“, empfiehlt Nebe besonderes Augenmerk darauf.