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Sparkasse Südwestpfalz
Vorstand der Sparkasse wird verkleinert

Im von Kommunalpolitikern dominierten Verwaltungsrat der Sparkasse Südwestpfalz gab es auch Anhänger eines weiter dreiköpfigen Vorstands. Die Mehrheit fand aber, nicht auch am Vorstand zu sparen käme bei Kunden und Mitarbeitern schlecht an. Im Bild die Zweibrücker Hauptstelle der Sparkasse am Schlossplatz.
Im von Kommunalpolitikern dominierten Verwaltungsrat der Sparkasse Südwestpfalz gab es auch Anhänger eines weiter dreiköpfigen Vorstands. Die Mehrheit fand aber, nicht auch am Vorstand zu sparen käme bei Kunden und Mitarbeitern schlecht an. Im Bild die Zweibrücker Hauptstelle der Sparkasse am Schlossplatz. FOTO: Jan Althoff
Zweibrücken/Pirmasens. Vorsitzender Rolf E. Klein geht am 30. Juni in Ruhestand. Beide Stellvertreter können sich um die Nachfolge bewerben. Von Guido Glöckner

Wie geht es weiter mit dem Vorstand der Sparkasse Südwestpfalz, wenn Vorstandsvorsitzender Rolf E. Klein am 30. Juni in den Ruhestand geht? Hinter den Kulissen haben die Politiker im Landkreis und in Zweibrücken schon seit Herbst nach Lösungen gesucht, in der kommenden Woche gibt es nun eine erste offizielle Antwort auf diese Frage: Der Zweckverband „Sparkasse Südwestpfalz“ wird festschreiben, dass es künftig nur noch zwei Vorstandsmitglieder geben wird – bislang waren es mit Rolf E. Klein, Peter Kuntz und Jürgen Keiper drei.

Die Frage, wie groß künftig noch die Sparkassenführung sein soll und muss, hat nach Merkur-Informationen in den vergangenen Monaten auch für kontroverse Diskussionen im Verwaltungsrat und in der Landkreispolitik gesorgt. Denn es gab durchaus auch Anhänger, die mit einem dreiköpfigen Vorstand weitermachen wollten – am Ende aber hat sich eine Mehrheit durchgesetzt, die sich für eine Verschlankung stark gemacht hat. Ihre Argumentation: In einer Zeit, in der Einschnitte im Filialnetz gemacht und freiwerdende Stellen nicht mehr besetzt werden, müsse auch die Führungsebene entsprechend angepasst werden, um ein Zeichen für Mitarbeiter und Kunden zu setzen. Diese Meinung hat eine politische Mehrheit samt dem Personalrat der Sparkasse im Verwaltungsrat vertreten – und auch beschlossen.

Umgesetzt wird die Verschlankung des Sparkassenvorstands in einem ersten Schritt, wenn die Zweckverbandsversammlung am kommenden Dienstag, 20. Februar, um 16 Uhr in der Sparkassen-Zentrale in Pirmasens zusammentrifft. Vorgesehen ist in dieser Sitzung auch eine Satzungsänderung mit dem Inhalt, dass das Kreditinstitut ab dem 1. Juli dieses Jahres nur noch von zwei Vorstandsmitgliedern geführt wird. Der Zweckverband wurde zur Fusion der damaligen Sparkasse Südwestpfalz und der Stadtsparkasse Zweibrücken vom Landkreis und der Stadt Zweibrücken gegründet und ist der gemeinsame Träger der fusionierten Sparkasse, beide Gebietskörperschaften entsenden entsprechend ihrer Stärke Vertreter in die Zweckverbandsversammlung. Verbandsvorsteherin ist Landrätin Susanne Ganster (CDU).



Wird mit der Satzungsänderung die Größe des künftigen Sparkassenvorstands festgeschrieben, geht es danach um die Besetzung der beiden Vorstandspositionen. Der Verwaltungsrat hat sich darauf verständigt, mit den beiden verbleibenden Vorstandsmitgliedern Peter Kuntz und Jürgen Keiper in die Zukunft zu gehen. Beide können sich um die Position des künftigen Vorstandsvorsitzenden bewerben.

Noch-Vorstands­vorsitzender: Rolf E. Klein.
Noch-Vorstands­vorsitzender: Rolf E. Klein. FOTO: Harald Sell / Sparkasse Südwestpfalz
Potenzieller Nachfolger: 
Peter Kuntz.
Potenzieller Nachfolger: Peter Kuntz. FOTO: Harald Sell / Sparkasse Südwestpfalz
Potenzieller Nachfolger: 
Jürgen Keiper.
Potenzieller Nachfolger: Jürgen Keiper. FOTO: Harald Sell / Sparkasse Südwestpfalz