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Neuer Unterstand für Dorfplatz
Von Eseln in die Stadt bringen lassen

Ortsvorsteherin Susanne Murer (links) lobte in ihrer Rede beim Neujahrsempfang den gewachsenen Zusammenhalt in Mörsbach.
Ortsvorsteherin Susanne Murer (links) lobte in ihrer Rede beim Neujahrsempfang den gewachsenen Zusammenhalt in Mörsbach. FOTO: Norbert Rech
Mörsbach. Neujahrsempfang Mörsbach: Ortsvorsteherin Murer präsentiert mehrere neue Projekte, darunter das „Arche-Dorf“. Von Norbert Rech

Ortsvorsteherin Susanne Murer möchte Mörsbach zu einem „Arche-Dorf“ machen. „Es geht hierbei um den Erhalt landwirtschaftlicher Nutztiere“, erklärte die Grüne am Sonntagnachmittag beim Neujahrsempfang im Dorfgemeinschaftshaus. Benötigt würden hierfür drei bis vier Höfe oder Privatleute, die sich zusammenschließen und vom Aussterben bedrohte Tiere halten. Sie selbst habe solche bereits zuhause.

Mit diesem Projekt erhielte Mörsbach ein Alleinstellungsmerkmal in der Region. So kann sich die Ortsvorsteherin vor allem Esel vorstellen, die dann auch auch für den Personentransport nach Zweibrücken oder Homburg genutzt werden könnten. Sie denke dabei allerdings nicht an Linienverkehr, sondern kostengünstige Fahrten mit einem Wagen zu Veranstaltungen. Auch Jugendliche könnten die Tiere und den Karren nutzen, wenn sie beispielsweise am Wochenende in der Stadt ausgehen wollen. Das Angebot sei keine Konkurrenz zum bestehenden öffentlichen Nahverkehr, der Vorrang habe. Doch dessen Angebot in Mörsbach sei spärlich und werde wohl auch nicht ausgebaut.

Wichtig sei bezüglich des Arche-Dorfes auch die Öffnung der teilnehmenden Höfe für Menschen aus der gesamten Region, die sich hier auch im Rahmen von Festen oder Events informieren könnten. „Scheitern ist erlaubt. Doch ich setze heute den Samen für das Vorhaben in die Erde“, warb Murer um Unterstützung der Einwohner des Zweibrücker Vorortes.



Überhaupt sei es gelungen, die Bürger des Neubaugebietes mit dem alten Ortskern zu vereinen. Sie brächten jetzt gemeinsam ihr Wissen und ihre Tatkraft zum Wohle des Dorfes ein. Seit drei Jahren gebe es bereits die Besenwirtschaften, bei denen sich die Mörbacher besser kennen gelernt hätten. Die Einwohnerzahl wachse und die Vereine hätten mehr Zulauf. Für die nächste Zeit habe man sich viel vorgenommen. Dennis Nizard stellte ein Pilotprojekt der Feuerwehr vor, wonach Infos zu Einsätzen künftig auf einem großen Display im Mannschaftsraum zu erhalten seien: „Wenn sich das bewährt, wird es in ganz Zweibrücken solche Bildschirme geben.“

Auf dem Dorfplatz werde, so Murer, ein Unterstand gebaut. Dieser sei 18 Quadratmeter groß und könne bei Festen auch Wetterschutz dienen. Hinter der Kita werde eine Baulücke geschlossen: „Es handelt sich hier um zwölf Baugrundstücke.“ Als Baubeginn sei ihr Frühjahr 2019 zugesichert worden.

Bis 2025 erfolge auch der Ausbau der Steinackerstraße, wobei eine Verbindung vom Dorfplatz zum Dorfgemeinschaftshaus vorgesehen sei. Das ergebe dann ein einheitliches Bild. Im Spätsommer bereits werde im Dorfgemeinschaftshaus die Toilettenanlage erneuert. Das Haus sei dann für Veranstaltungen geschlossen.