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VHS Zweibrücken
Kunstbotschaften beflügeln die Phantasie

 VHS-Leiterin Melani Nekic (links), Birgit Kunz (Mitte) und die Teilnehmer der Kunstgruppe präsentierten die Kunstwerke im Foyer der Berufsbildenden Schule.
VHS-Leiterin Melani Nekic (links), Birgit Kunz (Mitte) und die Teilnehmer der Kunstgruppe präsentierten die Kunstwerke im Foyer der Berufsbildenden Schule. FOTO: Susanne Lilischkis
Zweibrücken. Die VHS Zweibrücken hat eine Ausstellung mit gezeichneten und gemalten Werken von Teilnehmern der Kunstkurse von Birgit Kunz eröffnet. Zu sehen ist die ganze Bandbreite künstlerischen Schaffens. Von Susanne Lilischkis

„Jede Art von Kunst sendet ihre eigene Botschaft aus“, erklärte Birgit Kunz den Besuchern der Ausstellung „Gezeichnete und gemalte Werke in ihrer Vielfalt“, die am vergangenen Freitag im Foyer der Berufsbildenden Schule (BBS) Zweibrücken eröffnet wurde. Die Künstlerin und Kunstdozentin stellte die Werke ihrer Schüler und Schülerinnen vor, die in drei verschiedenen Kursen an der Zweibrücker Volkshochschule (VHS) entstanden sind.

Getreu dem Motto, dass jedes Kunstwerk seine eigene Sprache hat, vereint die Ausstellung Grafiken, Ölgemälde und Aquarelle. Auch die Themen könnten unterschiedlicher nicht sein. Realistisch anmutende Porträts von Filmschauspielern stehen fröhlich-bunten Landschaftsmotiven gegenüber. Lebendig wirkende Tierportraits sind zu sehen und auch der Humor kommt nicht zu kurz, etwa bei dem Schwein mit Blumenkranz, das „Oink!“ ruft.

Birgit Kunz studierte Malerei, Grafik und Bildhauerei an der Kunsthochschule in Karlsruhe. Seit 2008 bietet sie ihre Kurse an der VHS an. Ein Teilnehmer der ersten Stunde ist Helmut Schadt. Seine Leidenschaft ist das fotorealistisch gezeichnete Portrait. Hier hat er es zur Meisterschaft gebracht. Aber nicht nur die Kunst lockt den Saarländer zum VHS-Kurs nach Zweibrücken. „Das ist auch eine soziale Angelegenheit“, sagte er, „ich kenne die Leute gut.“ Gerade hat er den Roman „Kuli“ seines Jugendfreundes Axel Schwarz illustriert, der kürzlich im Saarbrücker Schlosskeller vorgestellt wurde. „So weit kann man es bringen, wenn man dabeibleibt“, bemerkte Birgit Kunz sichtlich stolz auf ihren Schüler. Doch eine Unterscheidung der Werke in gute oder schlechte Kunst möchte sie nicht machen, denn Kunst hat nach ihrem Verständnis ihre eigene Sprache. „Im Schöpferischen steckt eine Künstlerseele. Ich versuche jeden dort abzuholen, wo er gerade steht“, meinte sie dazu, „Kunst beginnt dort, wo Worte nicht mehr ausreichen“.



VHS-Leiterin Melani Nekic erinnerte sich in ihrer Laudatio an ihre Kindheit: „Als Kind dachte ich, zum Malen und Zeichnen bin ich nicht geschaffen. Birgit Kunz zeigt: Es geht doch.“ Auch sie zeigte sich beeindruckt von der Vielfalt der ausgestellten Werke und verwies darauf, dass an diesem Abend hoffentlich alle Sinne angesprochen würden. Ihren Geschmackssinn konnten die Besucher im Anschluss an die Eröffnungsrede testen. Für sie war ein Büfett mit liebevoll gestalteten Schnittchen aufgebaut.

Die Ausstellung im Foyer der VHS Zweibrücken, Johann-Schwebel-Straße 1, ist noch bis Montag, 16. März, jeweils wochentags zu den Schulöffnungszeiten der BBS zu sehen. Der Eintritt ist frei.