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Kulturausschuss
Volkshochschule legt zu

Zweibrücken. Melani Nekic stellte im Kulturausschuss des Stadtrats das Jahresprogramm 2019 vor.

„Der Fokus liegt weiter im Bereich Sprache in Verbindung mit Beruf und EDV“, erläuterte die Leiterin der Zweibrücker Volkshochschule, Melani Nekic, im Kulturausschuss einen Schwerpunkt des Jahresprogramms 2019. Doch nicht nur die Fremdsprachen würden berufsbezogener. Auch die Deutschkurse würden an die beruflichen Anforderungen angepasst. Die Teilnehmer sollen in den Bereichen Gewerbe/Technik und nichtakademische Gesundheitsberufe spezielle Sprachkenntnisse erwerben, wie vom Bundesamt für Migration gewünscht, erklärte Nekic.

Der Ausschuss stimmte dem Programm zu. Nekic kündigte dabei an, dass die VHS zusammen mit der Fridtjof-Nansen-Akademie für politische Bildung eine Diskussionsrunde zum Thema „Flucht und Migration“ plant. Zuletzt habe die VHS in dem Bereich der politischen Bildung nichts angeboten. Auch bei der Vorbereitung auf einen Schulabschluss sei zuletzt kein Kurs zustande gekommen. Die VHS unternimmt einen weiteren Versuch, einen Berufsreifekurs anzubieten. Dazu findet am Montag, 26. November, 18.30 Uhr, eine Informationsveranstaltung in den Räumen der Berufsbildenden Schule statt.

Bei der Bilanz des Jahres 2017 meldet die Volkshochschule eine Zunahme der Teilnehmer gegenüber dem Jahr 2016. 2017 nahmen 4092 Personen an den 321 Kursen teil. 2016 waren es rund 260 Teilnehmer bei 324 Kursen weniger. Insgesamt nahmen 6212 Personen Kontakt mit dem Weiterbildungszentrum auf. Entweder weil sie ein Kursangebot wahrnahmen oder sich beraten ließen.



Ingrid Kaiser (FDP) fragte nach, wann die VHS in die ehemalige Hauptschule Nord umzieht. „Die Weichen für den Umzug sind gestellt. Aber einen Zeitplan gibt es noch nicht“, sagte der Beigeordnete Henno Pirmann (SPD). Kulturamtsleiter Thilo Huble ergänzte, dass bereits jetzt die VHS den größten Teil des Hauses mit Integrationskursen belege.

Eine Werkschau des in Zweibrücken geborenen Künstlers Hans Hollinger, eine Wanderausstellung des Verein Art and Prison (Berlin) in Verbindung mit dem Kunstverein und dem Oberlandesgericht mit Werken von Häftlingen sowie Porträtbilder aus der Sammlung Steuer stehen auf dem Jahresplan 2019 des Stadtmuseums. In der Ausschusssitzung blickte Museumsleiterin Charlotte Glück bereits auf das Jahr 2020.

Für die Ausstellung „Nanu? Die anderen Pfälzer_innen – zur Geschichte der Lesben, Schwulen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen in der Pfalz“ stünden bereits Forschungsgelder zur Verfügung (wir berichteten). „Das ist ein wichtiger Beitrag, um die Diskriminierung historisch aufzuarbeiten“, sagte Glück. Bei dem Projekt sollen auch wieder die Schulen eingebunden werden. Die Ausstellung stehe allerdings noch unter dem Finanzierungsvorbehalt.  Christina Rauch (CDU) freute sich schon auf das Angebot des Museums. „Es ist toll, dass die Schulen wieder eingebunden werden wie bei der laufenden Anne-Frank-Ausstellung.“ Das Gremium stimmte der Jahresplanung zu.

Bei der Musikschule beschloss der Kulturausschuss zwei Änderungen. Zum einen können sich Schüler nicht nur wie bisher am Schuljahresende im Juni abmelden, sondern auch im Januar. „Dadurch wird die Musikschule flexibler“, sagte Kulturamtsleiter Thilo Huble. Damit werde die „Hemmschwelle“ überwunden. „Ein Jahr für die Orientierung ist schon sehr lang.“ Zudem zahlen die Schüler die Gebühren nicht den ganzen Monat, wenn sie Mitte des Monats beginnen, sondern nur die tatsächlichen Unterrichtsstunden.