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Tote Vögel in der Allee
Veterinäramt untersucht Krähen

Einige der 43 am Mittwoch und Donnerstag von ehrenamtlichen Tierschützern zum Aufpäppeln vom Boden unter der Zweibrücker Schwarzbach-Allee aufgesammelten geschwächten Saatkrähen. Diese Vogelart steht unter Naturschutz.
Einige der 43 am Mittwoch und Donnerstag von ehrenamtlichen Tierschützern zum Aufpäppeln vom Boden unter der Zweibrücker Schwarzbach-Allee aufgesammelten geschwächten Saatkrähen. Diese Vogelart steht unter Naturschutz. FOTO: Lutz Fröhlich
Zweibrücken. Der UBZ wird laut Ordnungsamt die Kreisverwaltung um eine Expertise bitten. Von Mathias Schneck

() Der mysteriöse Fall der verendeten Saatkrähen in der Allee wird vom Veterinäramt untersucht. Das sagte Klaus Stefaniak, Leiter des Ordnungsamtes, dem Merkur am Freitag auf Anfrage. Stefaniak sagte, er selbst habe keine Detailkenntnisse zu dem Vorfall. Ihm sei allerdings bekannt, dass der UBZ (Umwelt- und Servicebetrieb Zweibrücken) am Mittwoch Kenntnis davon genommen habe. Der UBZ ist für die Baumpflege in der Rosenstadt zuständig und kümmert sich folglich auch um die Platanen in der Allee. Der Ordnungsamts-Chef sagte, dass der UBZ erklärt habe, das Veterinäramt darum zu bitten, die Angelegenheit zu untersuchen. Das für Zweibrücken zuständige Veterinäramt ist beim Landkreis Südwestpfalz angesiedelt. Beim UBZ selbst war am Freitagnachmittag telefonisch kein Verantwortlicher zu erreichen.

Die verendeten Saatkrähen haben auf Facebook zu erregten Diskussionen geführt, teilweise wird die Frage, wer schuld ist, in extrem scharfer Weise geführt. Manche mutmaßen, dass ein Tierhasser umgehe, der die Saatkrähen vergiftet habe.

Der Vorsitzende des Zweibrücker Naturschutzbundes, Gerhard Herz, hatte im Merkur allerdings entgegnet, dass die Ursache für die toten Tiere „natürlich“ sein könne. Die Natur könne unbarmherzig sein: Gebe es für junge Krähen im Nest nicht genug zu fressen, würden stärkere Tiere schwächere einfach „über Bord werfen“.