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Suche nach 77-Jährigem bislang erfolglos
Vermisster: Polizei sucht Spuren

Zweibrücken. (jam) Weiter keine heiße Spur hat die Polizei im Fall des seit Freitagvormittag vermissten Manfred Kerth aus Zweibrücken. Bekannt ist, dass der 77-Jährige mit seinem weißen Mercedes, Kennzeichen ZW G 724, am Freitagmorgen das heimische Anwesen verlassen hat. Von Jan Althoff

Das Auto war nach Polizeiangaben beladen mit Altpapier, das Kerth schon seit zwei Tagen hatte wegbringen wollen. Seither hat niemand mehr etwas von ihm gesehen. Alle Orte, an denen man ihn vermuten könnte, hat die Polizei nach eigenen Angaben bereits kontrolliert: Lieblingsorte, ehemalige Arbeitsstätten, den Campingplatz in Dahn. Bezugspersonen und Krankenhäuser wurden überprüft, der weiße Mercedes im gesamten Schengen-Raum zur Fahndung ausgeschrieben. Ein Handy, mit dessen Hilfe man ihn eventuell orten könnte, hat der Vermisste nicht dabei. „Momentan wissen wir gar nicht, wo er stecken könnte“, sagt ein Sprecher der Kripo Pirmasens, die den Fall übernommen hat. Klar ist den Ermittlern, dass Eile geboten ist. Denn Manfred Kerth ist Diabetiker und hat wohl kein Insulin bei sich. Außerdem besteht die Möglichkeit, dass er wegen eines neuen Schmerzmittels, das ihm gegen Nackenschmerzen verschrieben wurde, verwirrt sein könnte – oder das zumindest in den ersten Stunden nach seinem Verschwinden war. Mit der völligen Ratlosigkeit über seinen Aufenthaltsort hängt es nach Polizeiangaben auch zusammen, dass bisher keine Hubschrauber oder Suchhunde eingesetzt wurden (obwohl letzteres derzeit geprüft wird): Das abzusuchende Areal ist mittlerweile einfach zu unüberschaubar. Um die Hoffnung aufzugeben ist es dennoch zu früh, sagt der Polizeisprecher. „Natürlich wissen wir um die zeitliche Dringlichkeit. Aber wir gehen davon aus, dass wir ihm noch helfen können.“