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Diskussion über Verkehrsprobleme in Oberauerbach
Bürger formieren sich gegen Lärm, Raserei und Parkprobleme

 Engagiert diskutiert wurde bei der Bürgerversammlung auf Einladung der Initiative "Oberauerbach plus" im Bürgerhaus über die Verkehrsprobleme in dem Zweibrücker Vorort.
Engagiert diskutiert wurde bei der Bürgerversammlung auf Einladung der Initiative "Oberauerbach plus" im Bürgerhaus über die Verkehrsprobleme in dem Zweibrücker Vorort. FOTO: Hedi Danner
Oberauerbach . Bei einer Bürgerversammlung wurde viel Unmut laut über die Verkehrssituation in Oberauerbach – und es werden konstruktive Vorschläge erarbeitet. red

Wie erleben die Bürger die Verkehrs-und Parksituation in Oberauerbach? Wie empfinden Sie den Verkehrslärm? Wie könnte man die Verkehrssituation verbessern? Diese Fragen stellte Willy Danner-Knoke, Sprecher von „Oberauerbach plus“, bei einer gut besuchten Bürgerversammlung auf Einladung dieser Initiative.

Besonders in der Wallhalber Straße am Ortseingang sowie in der Battweiler Straße klagten die Anwesenden über stark erhöhte Geschwindigkeiten und zunehmende Rücksichtslosigkeit, teilt die Initiative mit. Dazu komme noch die Parksituation („Man muss ja Angst um sein Auto auf der Straße haben, wenn man es so abstellt, dass auf dem Bürgersteig noch genug Platz ist, damit Bürger und Bürgerinnen auch mit Rollator diesen nutzen können, ohne auf die Straße ausweichen zu müssen“), oder eben die Schwierigkeiten aus Grundstückseinfahrten mit dem Auto schadlos auf die Straße zu gelangen.

Angesichts der ständig zunehmenden Zahl von Autobesitzern gebe es auch wachsende Parkplatzproblem, besonders Abschnitte in der hinteren Schwarzwaldstraße seien davon betroffen. Hier wäre eine vernünftige Parkkonzeption angebracht, so der Tenor. Viele Anwohner kritisierten, ihre Beschwerden bei Ordnungsamt oder Polizei würden kaum ernst genommen.



Viele Bürger mahnten auch regelmäßige Radarkontrollen oder strukturelle Maßnahmen an, um gegen Raser vorzugehen. Selbst in dem kurzen auf 30 km/h begrenzten Abschnitt in der Contwiger Straße hielten sich die wenigsten Verkehrsteilnehmer an das Tempolimit. Diskutiert wurde auch, warum denn in anderen Gemeinden Tempo 30 möglich sei, aber in Oberauerbach (bis auf die oben genannte Ausnahme) nicht. Anwesende Mitglieder der Ortsbeiratsfraktionen wollen sich diesbezüglich kundig machen bzw. hatten schon verkehrsberuhigende Maßnahmen etwa am Ortsausgang Richtung Battweiler besprochen, die Maßnahmen seien allerdings noch nicht ausgeführt, so Ortsvorsteher Andreas Hüther (CDU).

Gemäß Straßenverkehrsordnung ist das Abstellen von Fahrzeugen auf dem Bürgersteig nur erlaubt, wenn dafür Flächen markiert sind oder ein Schild darauf hinweist. In allen anderen Fällen ist das Fahrzeug mit allen vier Rädern auf der Straße abzustellen. Dies könnte doch als erste Maßnahme zur Verkehrsberuhigung genutzt werden, regten Versammlungsteilnehmer an.

Die Aussagekraft von durch das Ordnungsamt sporadisch angebrachten Geschwindigkeitsmesstafeln sei nicht immer zutreffend verwertbar – weil Raser abrupt ihre Geschwindigkeit drosseln, wenn sie die Messtfafel sehen.

Vermisst wird eine sichere Kreuzungsmöglichkeit der Wallhalber Straße im Bereich der Bushaltestelle, wo regelmäßig Schulkinder laufen. Hier soll nochmals nach schon etlichen an Verwaltungsvorschriften abgeprallten Versuchen der Ortsbeirat tätig werden. Sicherheit und der Schutz der Gesundheit müsse hier vor den Interessen des Kfz-Verkehrs gehen, herrschte in der Versammlung Einigkeit.

Die anwesenden Bürger beschlossen, eine Ortsbegehung in Oberauerbach vorzunehmen, um die neuralgischen Punkte im Ort zu inspizieren, zu dokumentieren und auch Lösungsansätze gemeinsam zu erarbeiten. „Wir wollen ein zeitgemäßes Verkehrskonzept für Oberauerbach, was im Übrigen auch für andere Vororte Zweibrückens gilt“, sagte Danner-Knoke (SPD), der im Ortsbeirat auch entsprechende Anträge stellen will.

Zu der Ortsbegehung sind alle interessierten Oberauerbacher eingeladen. Termin: Samstag, 7. Dezember, 13 Uhr, Treffpunkt Bürgerhaus Oberauerbach.