| 20:18 Uhr

Himmelsbergkapelle
Von der Natur gestaltete Schönheit

Paul Schmidt mit einigen seiner Arbeiten.
Paul Schmidt mit einigen seiner Arbeiten. FOTO: Margarete Lehmann
Zweibücken. Der Verein Kultur in der Himmelsbergkapelle präsentiert Hobby-Künstler Paul Schmidt aus Oberauerbach und Peter Weber als filmenden Bergsteiger – mit einer Symbiose aus Bildern, Meditationsmusik und plastischen Holz-Skulpturen. Von Cordula von Waldow

Eher ungewöhnlich, lädt der Verein für Kultur in der Himmelsbergkapelle bereits im Abstand von knapp zwei Wochen erneut zu einem ebenfalls außergewöhnlichen Kultur-Erlebnis ein. Nach der Collage aus Klang-Text-Skulptur veranstaltet der hoch engagierte Verein unter Leitung von Pfarrerin Elisabeth Brach aus Winterbach am Freitag, 2. November, um 20 Uhr erneut ein einzigartiges Event in der ehemaligen Krankenhauskapelle.

Unter dem Motto „Mensch und Schöpfung“ präsentieren der Hobby-Künstler Paul Schmidt aus Oberauerbach und Peter Weber als filmender Bergsteiger eine einzigartige Symbiose aus Bildern, unterlegt von entspannender Meditationsmusik und kombiniert mit plastischen Holz-Skulpturen. Dabei stehen die Elemente dieser Collage in enger Beziehung zueinander. Paul Schmidts Anliegen ist es, die Schönheit und Vollkommenheit der Natur in ausgewählten, persönlich gesammelten und gestalteten Skulpturen zu offenbaren.

Er beschreibt: „Begegnung wird zu Kunst, die Natur selbst gibt dabei die Form vor und gestaltet Schönheit.“ Nicht das ästhetische Kunstobjekt stehe im Mittelpunkt, sondern die Haltung zur Natur, der Blick auf die Natur und der Respekt vor der Natur. Dabei seien reizvolle Dissonanzen durch Gegensätzliches durchaus gewollt.



Zahlreiche Baumwurzeln hat der Mitarbeiter des Diakonisches Werks der evangelischen Kirche der Pfalz in Zweibrücken bei seinen Bergtouren mit seinem Freund, dem Bergsteiger Peter Wegener, in zum Teil mehreren Tausend Metern Höhe entdeckt und mit dessen Hilfe zu Tale geschleppt. Daraus formt er seine Kunstobjekte in unterschiedlicher Größe.

Er sagt: „Das ist liegengelassenes und unbeachtetes Holz, ein Stück Natur, das durch Meditation zur Kunst werden kann, wenn wir uns einem Prozess öffnen.“ So entstehe aus Liegengelassenem, und Nicht-Verwertbarem, nicht für den Schreiner und nicht einmal zum zum Verbrennen geeignet – ein Kunstobjekt. Für Paul Schmidt ist dies „ein Prozess, der den achtsamen Umgang mit Natur und Schöpfung fördert“, der lange währe und wohl nie ende.

Der Künstler, der erst kürzlich mit einer Ausstellung zum Walnussfest in Großbundenbach faszinierte, wählt seine präsentierten Objekte aus ganz unterschiedlichen Holzarten achtsam und der Jahreszeit entsprechend. Dabei steht die Schönheit der Natur im Vordergrund: die unterschiedlichen Holzarten und ihre Farben, die ausdrucksvolle Maserung. Deshalb arbeitet Paul Schmidt besonders gerne mit Akazienholz. Auf jeden Fall stellt er auch Kirschholz-Objekte aus der Region vor.

Zu den Holz-Kunstwerken passend abgestimmt, präsentiert Peter Wegener in seiner Fotoshow vor allem Gestein und Bergblicke, unterlegt von mediativer Musik. Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei. Um Spenden zum Erhalt der „Kultur in der Himmelsbergkapelle“ wird gebeten.