| 22:11 Uhr

Spielgemeinschaft VBZ/SVI
VBZ ist für Spielgemeinschaft bereit

VBZ-Angreifer Dennis Hirt (links) umkurvt hier Ixheims Torwart Steffen Hunsicker. Zukünftig könnten beide in einer Spielgemeinschaft im selben Team spielen.
VBZ-Angreifer Dennis Hirt (links) umkurvt hier Ixheims Torwart Steffen Hunsicker. Zukünftig könnten beide in einer Spielgemeinschaft im selben Team spielen. FOTO: Martin Wittenmeier / maw
Zweibrücken. Mitgliederversammlung stimmt mehrheitlich zu, dass die Fußballer mit dem SV Ixheim zusammenspielen.

An ein neues Farbenspiel werden sich die Zweibrücker Fußballfreunde in der kommenden Saison gewöhnen müssen. Die Grün-Weißen der VB Zweibrücken und die Schwarz-Gelben des SV Ixheim werden ab Juli gemeinsam auf Torejagd gehen. Die Mitgliederversammlung der VBZ segnete die Spielgemeinschaft nach intensiver Diskussion ab (wir berichteten mehrfach). 36 stimmten mit Ja, vier mit Nein und vier enthielten sich. Die Mitgliederversammlung des SV Ixheim hatte den Fusionsplänen bereits vor einigen Wochen zugestimmt.

„Es geht um die Zukunft. Da müssen wir was machen“, hatte der langjährige Spieler der VBZ, Jochen Brunner, vor der Abstimmung noch einmal für die Spielgemeinschaft geworben. Auch nach den Erläuterungen von Präsident Frank Schmid und Vorstandsmitglied Johannes Müller sah sich Volker Allgeier zuvor „nicht in der Lage“, eine Entscheidung zu fällen. „Ich weiß auch jetzt nicht, wo es mit uns VBlern hingeht?“

Das frühere Vorstandsmitglied Christoph Gensch verstand, dass Allgeier vielen VBlern „aus dem Herzen spricht“. Die Mitglieder müssten sich aber fragen, ob es nicht „strategisch Sinn“ mache, eine Spielgemeinschaft einzugehen. In fünf Jahren sei es vielleicht notwendig. „Und dann ist kein Verein mehr da für eine SG.“ Deshalb müsse die VB jetzt eine Entscheidung treffen. „Auch wenn es schwer fällt. Die Chancen sind größer als die Risiken.“ Und die „VB-Identifikation geht nicht verloren“, betonte Müller.



Auf drei Säulen baue die Spielgemeinschaft auf, erklärte Präsident Schmid: auf den aktiven Spielbetrieb, den Jugendfußball – „da ist Ixheim besser aufgestellt“ – und auf den AH-Bereich. Da habe Ixheim seine Spielgemeinschaft mit Althornbach beendet. Nach Aussage Müllers habe die VBZ bei der AH „ein Problem.“ Dabei seien die Seniorenfußballer wichtig für das Vereinsleben. Mit dem sogenannten „weißen Ballett“ nannte Rainer Buchmann den Grund für die Probleme. „Für alle Vereine wird die Jugendarbeit immer wichtiger“, betonte Müller. Da sei es gut, dass die VBZ mit Ixheim einen starken Partner habe.

Bei den Aktiven soll nach der derzeitigen Tabellenkonstellation die erste Mannschaft in der Landesliga und die zweite in der A-Klasse spielen. „Wie sieht es mit einer dritten aus?“, fragte Frank Sefrin. „Das machen wir erst, wenn wir im Mai ganz konkrete Zusagen von Spielern haben.“ Die Zahl von mindestens 60 Spielern für drei Mannschaften machte die Runde. Und Müller betonte, dass die neue Spielgemeinschaft kein Abenteuer eingeht, um im Laufe der Saison die Mannschaft abzumelden.

Bei der Versammlung wurde kritisiert, dass die Versammlungen des SV Ixheim und der VBZ so weit auseinander lagen. Weiter fragte Steffen Pinodi, warum die Mitglieder nicht schon zu Beginn der Gespräche im Spätherbst informiert worden seien. „Da wurde man ja schon von anderen Vereinen angesprochen, was bei uns los ist“, war eine andere Wortmeldung.

Vor der Abstimmung über die Spielgemeinschaft der Fußballer wurden die gleichberechtigten Vorstandsmitglieder Johannes Müller (Sport), Pascal Dahler (Schriftführer), Ralf Helmert (Finanzen) und Winfried Stark (Finanzen) bestätigt. Zu Beisitzern wurden Marius Schönborn, Mathias Weidner, Felix Brunner, Adi Piskavica, André Stephan, Mareike Noe, Susanne Jeziorski und Steffen Pinodi gewählt. „Da sind alle Abteilungen vertreten“, sagte Müller zufrieden.

Jugendleiter ist Sven Schönborn, AH-Leiter Ralf Helmert, Breitensprot Karin Scharf-Semar, Integrationsbeauftragte Birgit Dawo, Kassenprüfer: Volker Allgeier und Rolf Holzmann.