| 23:31 Uhr

Deutschland gegen Mexiko
Ungläubiges Entsetzen in der Fan-Arena

Fassungslose Blicke auf das deutsche Gekicke auf der 226-Zoll-Leinwand auf dem Herzogplatz.
Fassungslose Blicke auf das deutsche Gekicke auf der 226-Zoll-Leinwand auf dem Herzogplatz. FOTO: Norbert Schwarz
Zweibrücken. 2000 Besucher waren gestern bei idealem Wetter beim Public Viewing auf dem Herzogplatz. Doch Deutschland erwies sich als Stimmungskiller. Von Norbert Schwarz

Rund 2000 Besucher, überwiegend jüngeren Alters, wurden gestern beim Public Viewing in der „Fan-Arena“ auf dem Zweibrücker Herzogplatz enttäuschte Zeugen einer historischen Niederlage der deutschen Fußballnationalmannschaft: Mexiko, das bei einer WM noch nie gegen Deutschland gewonnen hatte, landete einen knappen, jedoch keineswegs unverdienten 1:0 Sieg. Zudem war es, nach der Niederlage 1982 in Spanien gegen Algerien, nach 36 Jahren die erste WM-Auftaktniederlage Deutschlands gewesen, mit dem gleichen Ergebnis.

Die meisten Arena-Besucher, sehr viele mit den Trikots der Fußballlieblinge, schwarz-rot-goldene Hüte tragend oder die drei Farben auf den Wangen tragend, nahmen die Niederlage mit stillem Entsetzen auf. Hoffentlich nicht nach dem Motto „die Hoffnung stirbt zuletzt“. Denn einige der „Freizeit-Fußballexperten“ erkannten im deutschen Team doch erhebliche Mängel. Der Zweibrücker Thomas Kartz geht zwar mit Jogis Mannen nicht ins Gericht, doch was sie in der ersten Spielhälfte abgeliefert hätten, sei einfach zu wenig gewesen.

Schon mehr einstecken müssen die Kicker vom Zweibrücker Christopher Warnick. Kein Zusammenspiel, keine Ballstafetten, keine Zweikämpfe, so seine geballten Kritikpunkte. Zudem glaubt Warnick, das nicht alle Spieler fit sind. Klar sei nach dieser für ihn doch etwas überraschenden Auftaktniederlage eins: Zum Weiterkommen muss sich die Mannschaft noch gehörig steigern.



Melanie Reichenbach aus Rodalben ist derweil stinksauer und möchte überhaupt keinen Kommentar abgeben, dieses Spiel habe sie schon viele Nerven gekostet. Zeugin dieser historischen Niederlage wurde sie, weil ihr Zweibrücker Freund sie zum gemeinsamen Schauen des ersten deutschne Spiels überreden konnte.

Wilhelm Schanz will zwar kein Schwarzmaler sein, doch mit solcher Fußball-Magerkost komme das deutsche Team im Turnierverlauf nicht weit.

Für Marco Best von „Expericne Event“, Bereiber des Public Viewings auf dem Herzogplatz, zu welcher die Besucher zu jedem Spiel freien Eintritt haben, war der gestrige Tag, das Spielergebnis einmal außen vor, ein voller Erfolg. Die aufgestellten Tische und Bänke seien alle besetzt gewesen und zum Schwarzbach hin im Innenraum hätten nochmals 500 Besucher gestanden, weitere Fans verfolgten das Match von der Treppe zwischen Hall- und Herzogplatz. Der Einlass verlief reibungslos. Nach der Niederlage leerte sich die Arena wahnsinnig schnell. Einfach abhaken, das ist das Motto bei vielen Zuschauern gewesen.

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