| 20:29 Uhr

Künftige Nutzung des Gebäudes
Post-Umzug in den Bahnhof: Warten auf Wosnitza

Zweibrücken. Von Eric Kolling

Nachdem Bürgermeister Christian Gauf (CDU) vergangene Woche die Idee aufgegriffen hat, im Bahnhofsgebäude das Kulturamt und die Tourist-Info anzusiedeln, hakt SPD-Stadtrat Dirk Schneider bezüglich der Idee nach, zusätzlich die Post dort unterzubringen. Eine entsprechende Anfrage im Rahmen der nächsten Stadtratssitzung hat er Gauf bereits per Mail geschickt.

Schneider hatte schon im Mai im Stadtrat angeregt, im Bahnhofsgebäude das Behördenzentrum Max1 und vor allem die Tourist-Info unterzubringen. Gauf hatte das abgelehnt. Damals war die Stadt auch noch nicht Eigentümer des Gebäudes, das die Bahn an die Firma Immobilia veräußern wollte. Inzwischen ist es durch die Gewobau in städtische Hand gekommen.

Zwar hatte der künftige SPD-Oberbürgermeister Marold Wosnitza Ende August im Wahlkampf erklärt, sich für einen Umzug der Post ins Bahnhofsgebäude stark machen zu wollen. Allerdings dürften noch einige Monate vergehen, bis er sein Amt antritt. Solange bleibt Gauf Stadtoberhaupt. Schneiders Anfrage zielt also darauf ab, was Gauf bis zum Amtsantritt Wosnitzas hinsichtlich einer gemeinsamen Nutzung des Bahnhofs durch Tourismusbüro und Post zu tun gedenkt.



„Ist die Verwaltung bereit, umgehend Gespräche über eine gemeinsame Nutzung durch Post und Tourismusbüro des Kulturamtes mit der Post, der Gewo und dem Kulturamt  zu führen, ob durch geschickten Innenausbau des Bahnhofsgebäudes eine gemeinsame Nutzung von Post und Tourismusbüro ermöglicht werden kann?“, schreibt Schneider. Auch möchte er wissen, ob das Tourismusbüro im Bahnhof wieder mindestens bis 16 Uhr geöffnet haben wird, „so wie es im Rathaus immer war“ (Schneider).

Bürgermeister Gauf macht im Gespräch mit dem Merkur deutlich, dass er hinsichtlich des Post-Umzuges nicht die Initiative übernehmen will. „Ich werde warten, bis Marold Wosnitza im Amt ist“, so Gauf. Er wisse, dass ein Umzug der Post dessen Absicht ist und er wolle „nicht in seinen Vorstellungen rumfuhrwerken. Wenn er sagt, ich soll aktiv werden, dann mache ich das aber natürlich“. Gauf hält einen Umzug der Post nicht für realistisch, sei sie doch vor einigen Jahren bewusst dort weggegangen.