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Umweltthriller mit realem Bezug

Dr. Manuel Vermeer (links) und Wirtschaftsministerin Eveline Lemke bei der Lesung. Foto: nlg
Dr. Manuel Vermeer (links) und Wirtschaftsministerin Eveline Lemke bei der Lesung. Foto: nlg FOTO: nlg
Zweibrücken. Wirtschaftsministerin Eveline Lemke und Autor Manuel Vermeer haben am Freitagabend im Café am Schloss den Roman „Mit dem Wasser kommt der Tod“ vorgestellt. Das Buch diente als Grundlage für die anschließende Diskussionsrunde. Nadine Lang

Dr. Manuel Vermeer und Wirtschaftsministerin Eveline Lemke (Grüne) kennen sich seit einer Chinareise, zu der er Lemke begleitete. Der Dozent am Ostasieninstitut in Ludwigshafen und Inhaber einer Unternehmensberatung für China, Indien und Südostasien kann auf 30 Jahre Reiseerfahrung nach China zurückblicken. Diese Erfahrungen hat er nun statt in einem Sachbuch lieber in einen Roman verpackt. "Mit dem Wasser kommt der Tod", lautet der Titel des Buches, das er gestern Abend gemeinsam mit Eveline Lemke im Café am Schloss in Zweibrücken vorgestellt hat. Darin geht es um die junge Ingenieurin Cora, die auf einer Geschäftsreise nach China in allerlei Verwicklungen gerät und einer riesigen Umweltsünde auf die Spur kommt. Dabei reist sie mit dem Zug von China nach Tibet und muss auf ihrer Reise nicht nur einmal um ihr eigenes Leben bangen. Tatsächlich hat Dr. Manuel Vermeer die geschilderten Orte selbst bereist und sich getreu an Orte und Plätze gehalten. Daneben liegen ihm die Auswirkungen geplanter Entscheidungen etwa in Sachen Staudämme in China am Herzen. "Sie können es als Krimi lesen, aber es betrifft auch uns hier", erklärte der Autor. Das Buch sei daher auch "Kunst als Ausdrucksform des Realen", erklärte Lemke, die diesen Wirtschafts- und Umweltkrimi als Grundlage zur anschließenden Diskussionsrunde nahm. Zuvor boten sie spannende Rückblicke ihrer gemeinsamen Chinareise, bei der sich gerade die Wirtschaftsministerin ständiger Überwachung aussetzen musste. Dennoch soll der Roman nicht als Fingerzeig auf China zu verstehen sein, betonte Vermeer, vielmehr kulturelle Unterschiede vermitteln und informieren. Zum Nachdenken brachten die beiden damit auch die Zuhörer, die in der anschließenden Diskussionsrunde die Anwesenheit des Chinaexperten nutzten, um genau nachzufragen, zum Beispiel wie das Gesundheitssystem in China funktioniert, wie das Thema Nachhaltigkeit einzuschätzen ist oder auch wie die Meinung der Chinesen über Deutschland ist. Eveline Lemke stand der Bürgerinitiative übrigens noch für Fragen zum Thema Mülldeponie zur Verfügung. Dazu überreichte ihr Julia Igel, stellvertretende Vorsitzende der BI, eine Unterschriftenliste mit zirka 1500 Unterschriften.