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Vorwurf gegen Stadtrat und damaligen OB Kurt Pirmann
Ohler-Kritik zum Überflieger: „Wie Lemminge gefolgt“

 Wolfgang Ohler (Archivbild) ist für den neuen Stadtrat, der sich am kommenden Mittwoch konstituiert, nicht mehr angetreten.
Wolfgang Ohler (Archivbild) ist für den neuen Stadtrat, der sich am kommenden Mittwoch konstituiert, nicht mehr angetreten. FOTO: picture-alliance/ dpa / Oliver Dietze
Zweibrücken. „Gegen den Bau des Überfliegers gab es im Stadtrat eine starke, aber leider nicht ausreichende Opposition, die von Kurt Dettweiler und mir angeführt wurde“, schreibt der scheidende SPD-Stadtrat Wolfgang Ohler.

Die neue Abkürzung vor dem Bubenhauser Kreisel auf die Autobahn sei „teuer, überflüssig und nicht wirklich entlastend“, findet Ohler. „Das Argument, er koste die Stadt nichts, ist falsch, da die Kommune die Unterhaltungs- und Beleuchtungskosten trägt.“ Zudem sei es ein Scheinargument: „Alle öffentlichen Institutiongelder fallen nicht vom Himmel, sondern werden letztlich vom Steuerzahler getragen.“ Und „der angebliche Stau auf der Daimlerbrücke“ sei „ein Kleinstadtproblem“, dass nur zu „wenigen, kurzen Stoßzeiten“ aufgetreten sei, erinnert Ohler an die damaligen Argumente.

„Dass wir uns im Stadtrat nicht durchgesetzt haben, lag vor allem an der konträren Haltung des Stadtvorstandes (OB Pirmann), der die Mehrheit wie die Lemminge gefolgt ist“, bedauert Ohler – und appelliert, beim geplanten Bahnhaltepunkt Rosengarten, „eine weitere Verschwendung öffentlicher Gelder zu vermeiden“.