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UBZ räumt „menschliches Versehen“ ein

Zweibrücken. Der Umwelt- und Servicebetrieb Zweibrücken (UBZ) hat am Freitag eingeräumt, dass es auf dem Gelände der Mülldeponie Rechenbachtal am 28. März 2012 zu Unregelmäßigkeiten mit Asbestabfällen gekommen ist. Eric Kolling

An diesem Tag hatten Vertreter der SGD Süd die Anlage besichtigt und Fotos von aufgeplatzten Big Packs mit herausgefallenen Asbestteilen fotografiert. Die Fotos und Details zur Begehung hatte der Merkur von der SGD Süd angefordert. Die Behörde informierte den UBZ über die Anfrage, dieser schickte dem Merkur am Freitag eine Mitteilung, überschrieben mit: "Einzelfall durch menschliches Versehen". UBZ-Chef Werner Boßlet schreibt darin, dass bei der Annahmekontrolle der "asbesthaltigen Dacheindeckungen von einer deutschen Baustelle" Beschädigungen der Verpackung übersehen worden seien. Man habe die Kontrollen in der Folge intensiviert. Boßlet: "Eine Gefahr für die Umwelt oder unsere Mitarbeiter hat nach unseren Erkenntnissen und denen der SGD Süd nicht bestanden, da die Entsorgung bereits innerhalb weniger Stunden fachgerecht abgewickelt war." Bis heute habe die SGD bei angekündigten wie überraschenden Kontrollen keinen ähnlich gelagerten Fall dokumentiert.

Beim Erörterungsverfahren zur vom UBZ beantragten Laufzeitverlängerung der Deponie hatte die BI Mörsbach Zeugen benannt, die erklärten, zwischen Frühjahr 2012 und Frühjahr 2013 Abfälle auf der Deponie gesehen zu haben, die wie nicht ordnungsgemäß entsorgte Wellplatten aus Asbestzement ausgesehen hätten. Der UBZ hatte das ausgeschlossen. >Bericht folgt