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TuS Rimschweiler
Dem Winterfrust ordentlich eingeheizt

 Die Westernhagen Tribute Show von Halleluja traf den Nerv der Zuschauer.
Die Westernhagen Tribute Show von Halleluja traf den Nerv der Zuschauer. FOTO: Rainer Lilischkis
Rimschweiler. Zum 125-jährigen Bestehen des TuS Rimschweiler rockte die Westernhagen Tribute Band Halleluja die KulTus-Halle. Das zahlreich erschienene Publikum war restlos begeistert. Von Susanne Lilischkis

Zu seinem 125-jährigen Vereinsjubiläum lässt es der TuS Rimschweiler richtig krachen. Den Auftakt machte am vergangenen Samstag die Westernhagen Tribute Show von Halleluja in der KulTus-Halle. Pepe Pirmann, legendärer Sänger der Schnappergang, brachte das Publikum zum Kochen. Pirmann und der TuS haben eine lange gemeinsame Vergangenheit. Acht Jahre lang rockte die Schnappergang die KulTus-Halle. Inzwischen hat sich die Band aufgelöst. Doch auch in der neuen Formation Halleluja können die Musiker das Publikum in Rimschweiler begeistern.

In fast schon biblischer Verzückung feierten die Fans ihr Idol Marius Müller Westernhagen. Pepe Pirmanns charakteristische, raue Stimme kommt dem Original sehr nahe, seine gepressten, kehligen Töne beim Titelsong „Halleluja“ ließen echtes Westernhagen-Feeling aufkommen. Erstaunlich, dass diese Formation erst ihren zweiten Auftritt absolviert – so gut harmonieren die Musiker miteinander.

Neben Pirmanns ehemaligen Schnappergang-Bandkollegen Thorsten Albrecht, Andreas Buchmann, Adam Ebert und Frank Corcillius stand auch Gitarrist Markus Wille von Red Couch auf der Bühne. Drei Bläser machten den Sound komplett. Sehr gut und groovig spielten Daniel Perez an der Posaune und Nicolaus Bardian am Saxophon. Annalena Albrecht an der Trompete war zum ersten Mal bei Halleluja dabei.



Die Band war vergangenes Jahr in der ACH Eventhalle zu hören und schon damals rockten die Musiker als gäbe es kein Morgen. In Rimschweiler hatte Halleluja nun ein Heimspiel. „Wir fühlen uns wohl hier auf der Bühne“, versicherte Frontmann Pepe Pirmann. Beim Konzert in der KulTus-Halle standen einige gefühlvolle Stücke wie „Nur ein Traum“ oder „Lieben werd ich dich nie“ am Anfang. Schnell wurde die Band mit dem Publikum warm. Spätestens beim Lied „Sexy“ sang der komplette Saal mit. „Ich bin überwältigt, dass so viele Leute zu unserem zweiten Auftritt gekommen sind“, sagte ein sichtlich gerührter Pepe Pirmann. Um dann die 400 Konzertbesucher aufzufordern: „Wir wollen heute den Winterfrust rausballern!“ Gesagt, getan. Nachdem im Publikum und auf der Bühne etliche Schnapper weggetrunken waren, brodelte die Stimmung über.

Schunkelnd, tanzend und singend zelebrierten die Anwesenden gemeinsam mit Halleluja die Hits von Westernhagen. Ob beim emotionalen Song „Freiheit“, dem Trinkerlied „Jonny Walker“ oder der Hymne „Dicke“ – jedes Mal gingen die Arme nach oben, Handys leuchteten wie Wunderkerzen auf und das textsichere Publikum sang aus vollem Halse mit. „Ich kriege morgen keinen Ton mehr raus“, witzelte Pirmann, „und auch ihr sollt morgen früh heiser sein.“

Zweieinhalb Stunden gaben Pirmann und die Band alles. Auch dem glücklich verausgabten Publikum blieben am Ende nur noch die Zeilen „Jetzt fahr schon los, ich will nach Hause, Taximann“.