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Stadtmarketing
Trotz Regen Rekordbesuch bei Dinner in Weiß

Das Zweibrücker Dinner in Weiß findet jedes Jahr an einem anderen Ort statt, diesmal im Garten Rücker und damit erstmals außerhalb der Innenstadt.
Das Zweibrücker Dinner in Weiß findet jedes Jahr an einem anderen Ort statt, diesmal im Garten Rücker und damit erstmals außerhalb der Innenstadt. FOTO: Cordula von Waldow
Zweibrücken. Wohl dank dem einzigartigen Ambiente im Garten Rücker lockte das Openair-Essen trotz schlechter Wetterprognose 120 Teilnehmer an. Von Cordula von Waldow

Das Dinner in Weiß, 2013 von der CDU in Zweibrücken ins Leben gerufen und mittlerweile Stadtmarketing, Gemeinsamhandel und Verkehrsverine veranstaltet, erlebte am Samstagabend seinen bisherigen Rekord. Mehr als 120 Genussfreudige trafen sich im Garten Rücker auf der Höhe über Zweibrücken, um stilvoll einen kulinarischen Abend in einem einzigartigen Ambiente zu genießen. „Mit so vielen Teilnehmern hätten wir mit Blick auf das Wetter nicht zu hoffen gewagt“, sagten Stadtmarketingleiterin Petra Stricker und Andreas Michel, Vorsitzender des Vereins „Gemeinsamhandel“, wie aus einem Mund.

Bereits am Freitag hatte das Team 20 Biergarnituren in dem wohl schönsten Privatgarten in Zweibrücken aufgebaut. In allen Vorjahren hatte das Dinner in Weiß in der Innenstadt stattgefunden. Trotz Regen am Samstagmorgen beschlossen die Verantwortlichen optimistisch: Der Abend findet statt. Dass sich trotz des unbestimmten Wetters so viele Teilnehmer einfanden, hatte niemand zu hoffen gewagt. Schnell waren noch Tische und Bänke aufgestellt, so dass alle in der einmaligen Oase Platz fanden. Bald bogen sich die wunderschön eingedeckten und dekorierten Tische unter den Köstlichkeiten.

Der elfköpfige Reifenberger Freundeskreis, der in unterschiedlicher Konstellation seit Jahren am Dinner in Weiß teilnimmt, kredenzte kalte Karotten-Ingwer-Suppe, saftige Hähnchen-Beinchen mit diversen Salaten und Cheesecake im Glas mit Himbeeren, dazu Wein und Sekt.



Elli Büffel war zum allerersten Mal bei einem Dinner in Weiß dabei. „Es ist einfach genial. Und noch dazu in diesem traumhaften Ambiente“, schwärmte die Reifenbergerin. „Ein großes Dankeschön an Familie Rücker, die ihren Garten dafür geöffnet haben. Das ist alles andere, als selbstverständlich“, lobte ihr Ehemann Michael.

Jutta Müller stellte nach einem bewundernden Rundgang durch den Garten scherzhaft fest: „Mein Unkraut ist viel üppiger!“ Die Gäste genossen es, im Rückerschen Garten zun lustwandeln und an jeder Ecke neugierig Neues zu entdecken. „Ein gepflegter Garten, in dem man die gärtnerische Arbeit nicht erkennt, weil er so wundervoll natürlich wirkt“, schwärmte Michael Büffel. Die lauschigen Nischen luden dazu ein, sich auch einmal aus dem Trubel der lagen Tafel zurückzuziehen. Die zahlreichen Jugendlichen, die dabei waren, spielten Ball in einem Teil des Gartens.

Für Hausherr Kurt Rücker war es das erste Dinner in Weiß. „Ich habe das bisher noch nie erlebt“, erklärte er angetan. Ehefrau Ute freute sich über die vielen Komplimente zu ihrem Garten, den sie mit viel Herzblut plant und gestaltet. Jutta Müller aus Reifenberg fasziniert, dass es den Veranstaltern immer wieder auf‘s Neue gelingt, „eine Location zu finden, in der jeder das Gefühl hat, es ist etwas ganz Besonderes“.

Als die Stimmung auf dem Höhepunkt war, fielen die ersten Regentropfen. Gegen 20.30 Uhr ließen sie sich nicht mehr ignorieren und der Himmel öffnete kurz und heftig seine Schleusen. Vorausschauende hatten durchsichtige Openair-Capes mitgebracht. Andere retteten die Essensreste unter das dichte Blätterdach der großen Bäume. Für die meisten endete ein wunderschöner Abend recht abprupt. Der „harte Kern“ von mehr als 25 Personen feierte noch in der lauschigen Laube weiter. „Welch ein Glück, dass der Regen so spät kamen“, waren sich alle einig.