| 23:11 Uhr

Tod Scheels: Rose von Gattin blüht noch

Zweibrücken. Der frühere Bundespräsident Walter Scheel , der gestern im Alter von 97 Jahren gestorben ist, hat auch in Zweibrücken Spuren hinterlassen - wenn diese auch verblüht sind. Merkur-Recherchen ergaben gestern: Im Zweibrücker Rosengarten, wo allerhand Rosen auf die Namen von Politikern getauft sind, gab es auch eine "Walter-Scheel-Rose". eck/gda

Das sagte Stadtgartenmeister Heiko Hübscher unserer Zeitung auf Anfrage. "Aber diese Rose gibt es nicht mehr im Rosengarten", sagte Hübscher. Seit wann es die auf den Namen des früheren Bundespräsidenten getaufte Rose schon nicht mehr gibt, wann sie genau getauft wurde, konnte Hübscher gestern auf Anhieb nicht sagen. Fakt sei aber: Der Name Scheel ist nichtsdestotrotz weiter im Rosengarten präsent, denn, so Hübscher: "Es existiert noch eine Mildred-Scheel-Rose; diese ist getauft auf den Namen der früheren Gattin von Walter Scheel ." Mit der Taufe habe man das Engagement Mildred Scheels im Kampf gegen den Krebs (sie gründete die Deutsche Krebshilfe ) würdigen wollen. Mildred Scheel starb 1985 an Darmkrebs. Ihre Rose blühe heute noch im Rosengarten, freut sich Hübscher. "Die Mildred-Scheel-Rose ist eine rote Edelrose mit Duft, sie wurde 1976 gezüchtet, wir haben, meine ich, noch fünf Exemplare davon im Rosengarten." Hübscher konnte sich gestern nicht daran erinnern, dass Mildred oder Walter Scheel anlässlich der Taufe der auf sie lautenden Rosen im Rosengarten anwesend waren. Auch das Stadtarchiv konnte sich nicht an einen Besuch von Walter Scheel in Zweibrücken erinnern.