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Wattweiler
Thomas Körner: Wir sind kein Dorf im Wasser

Wattweilers Ortsvorsteher Thomas Körner
Wattweilers Ortsvorsteher Thomas Körner FOTO: C.Weigel / MasterCee Inc.
Wattweiler. Der Ortsvorsteher von Wattweiler informiert den Ortsbeirat über Stand von Mäharbeiten im Stadtteil. Von Fritz Schäfer

„Man soll nicht alles in Stadt am Wasser stecken, sonst haben wir in Wattweiler ein Dorf im Wasser“, forderte Ortsvorsteher Thomas Körner (FWG) die Verwaltung auf, die Gräben im Ort freizuhalten. Bei einem Termin mit Vertretern des Umwelt- und Entsorgungsbetriebs und des Bauamts im Januar habe er diesen Bilder und Filme mit den Folgen gezeigt. „Ich glaube, die haben unser Anliegen verstanden“, hofft Körner. Denn in der Folge sei etwas passiert. Es sei gemäht und die Gräben seien modelliert worden. Körner: „Aber es ist noch einiges zu tun.“

Einen geplanten Vorort-Termin im Spätherbst habe der UBZ noch abgesagt, weil für weitere Arbeiten kein Geld mehr zur Verfügung stehe. 40 000 Euro stünden im Haushalt für solche Maßnahmen zu Buche. „Bisher hat es immer geheißen, dass bestimmte Arbeiten nicht im Plan stehen. Jetzt heißt es, es gibt gar keinen Plan“, wunderte sich Harald Nentwig (CDU) über eine Information des Ortsvorstehers. Er beklagte sich auch, dass an bestimmten Stellen die Mulden schmäler werden: „Dort staut sich dann das Wasser.“

Nachdem in der Guldenschlucht bei Wattweiler ein Hang abgerutscht ist und einen Teil des Weges mitgerissen hat, ist die Guldenschlucht gesperrt (wir berichteten). „Inzwischen wurde die Beschilderung geändert, so dass Wanderer über einen Waldweg laufen können“, informierte der Ortsvorsteher. Die Städte Zweibrücken und Homburg planten den Weg wiederherzustellen.



Körner bemängelte, dass die Wanderwege um Wattweiler derzeit insgesamt vernachlässigt würden. Ein Wanderpate soll Abhilfe schaffen. In diesem Zusammenhang monierte Rainer Schmidt (SPD), dass der Weg zum Raulstein zugewachsen und nicht mehr zu finden gewesen sei. Mittlerweile seien der Zugang und der Steg wieder frei, erklärte Körner. Schmidt und eine Gruppe von Anwohnern boten an, dafür zu sorgen, dass der Weg nicht wieder zuwuchert. „Das ist löblich“, begrüßte der Ortsvorsteher das Engagement.

Die Glas- und der Elektroschrottcontainer bleiben an ihrem Standort am Sportheim, entschied der Ortsbeirat. Allerdings soll dort mit einem Zaun eine Sicherheitsmaßnahme getroffen werden, wie Udo Brünisholz (FWG) bekräftigte. „Dort liegen immer Glasscherben. Und die Kinder laufen auf dem Weg zum Sportplatz da vorbei“, sagte Nentwig.

Der Ortsvorsteher forderte die Fraktionen auf, in der nächsten Sitzung Vorschläge zu machen, für was das Vorortbudget in Höhe von 2500 Euro verwendet werden soll. Dabei erwähnte Körner als einen Punkt die Probleme der Lautsprecheranlage. Nentwig erinnerte an die Überprüfung der Standsicherheit der Flutlichtmasten am Sportplatz. „Wir sollten da den Verein unterstützen.“ Auch bei den Anregungen für den Stadthaushalt, sollten sich die Fraktionen Gedanken bis zur nächsten Sitzung machen. Wobei er schon den Umbau des Gemeindehauses oder die Umgestaltung des Dorfplatzes am Brunnen nannte. Nentwig schlug vor, die Heizungsanlage im Gemeindehaus zu überprüfen. Klaus Ziegenbein (SPD) fragte, ob die Stadt das Zifferblatt der Kirchturmuhr sanieren könne. „Und wir sollen die K 1 nicht vergessen.“ Falls das in dem Jahr nicht passiert, ergänzte Körner.

Der Ortsvorsteher teilte mit, dass er die Zusage der UBZ habe, dass der Bolzplatz gemäht und die Löcher gefüllt werden. Beim Thema Mobilfunk gebe es einen Anbieter, der derzeit prüfe, ob eines der angebotenen Grundstücke verwendet werden kann. Auf Anregung von Fred Mörz (CDU) organisiert der Ortsbeirat für den 14. April einen „Picobello-Tag“, an dem Abfälle eingesammelt werden. „Ich werde auch die Vereine ansprechen, die sich bei der Maiwanderung beteiligen“, sagte Körner.