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Kolumne  Unsere Woche
Tesla-Bewerbung: Es tut sich was

Der Autobauer Tesla sucht einen Standort im deutsch-französischen Grenzgebiet in Benelux-Nähe. Eine Chance für Zweibrücken?
Der Autobauer Tesla sucht einen Standort im deutsch-französischen Grenzgebiet in Benelux-Nähe. Eine Chance für Zweibrücken? FOTO: dpa / John G. Mabanglo
Nachdem sich nach dem Saarland und Zweibrückens Nachbarstadt Homburg nun auch Rheinland-Pfalz intensiv um die Ansiedlung einer Giga-Fabrik des amerikanischen Elektro-Auto und Batterieherstellers Tesla bemüht, werden endlich auch in den Zweibrücker Stadtratsfraktionen Stimmen laut, die die Stadtverwaltung auffordern, Tesla-Chef Elon Musk eine Bewerbung zu schicken. Von Manuel Görtz

SPD, Grüne, Linke und FDP preisen Zweibrücken als „guten Standort“ für eine Riesen-Fabrik an, in der immerhin über 5000 Arbeitsplätze entstehen könnten.

Und die CDU? Deren Fraktionschef Christoph Gensch scheint Wirtschaftsförderung als Geheimsache zu begreifen, zu der er sich nicht einmal politisch äußert. Jedenfalls bat er auf Merkur-Anfrage um Verständnis, dass er „grundsätzlich keine Auskunft“ über solche „Aktivitäten“ seiner Partei gebe. Nun mag es ja sein, dass Gensch gerade Gespräche mit einem Groß-Investor führt, die platzen könnten, wenn er dies jetzt bereits öffentlich machte. Wenn nicht, schafft der Chef der zweitgrößten Ratsfraktion durch seine ausweichenden Antworten Raum für nicht gerade positive Spekulationen, wie ernst seine Partei das Thema Wirtschaftsförderung nimmt.