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Protestanten planen Verwaltungsreform
Protestanten-Fusion mit Pirmasens?

Die Bezirkssynode Zweibrücken tagte am Samstag in der Karlskirche.
Die Bezirkssynode Zweibrücken tagte am Samstag in der Karlskirche. FOTO: Margarete Lehmann
Zweibrücken. Kirchenbezirk Zweibrücken plant, Verwaltung mit Nachbarn zusammenzuführen. Von Peter Fromann

Der große Kirchenraum der Karlskirche war bis auf wenige Plätze von den Mitgliedern der Bezirkssynode Zweibrücken zur achten Tagung der Synode besetzt. Jürgen Karl Neumann, Vorsitzender der Bezirkssynode, sagte: „Der Finanzhaushalt ist ausgeglichen, der vorgelegte Haushaltsplan für 2019/2020 wurde genehmigt. Die Schwerpunkte bleiben die selben, Gelder für Jugendarbeit und Kirchenmusik sind enthalten.“ Verwaltungsleiterin Gerda Huber verlas die Jahresabrechnung und beantwortete kritische Fragen. Da die Gemeinden mehr Geld einnehmen, können sie auch mehr an den Kirchenbezirk abführen, so die einhellige Meinung. Geplant ist also eine Erhöhung der Gemeindeumlage. Gefördert würden auch weiterhin Baumaßnahmen zur Verbesserung der Heizung und Dämmung.

Wichtigster Punkt auf der Tagesordnung: „Informationen zur Gründung eines Verwaltungszweckverbandes Zweibrücken-Pirmasens“. Die Zusammenlegung würde eine Effizienzsteigerung auf verschiedenen Gebieten bewirken. „Die Kirchenbezirke Zweibrücken und Pirmasens würden selbstständig bleiben, nur die Verwaltungen würden zusammengelegt“, erläuterte Dekan Peter Butz. Sitz der gemeinsamen Verwaltung wäre Zweibrücken. Für Zweibrücken würde sich praktisch nichts ändern, ein Dekan führe den Vorsitz, der andere sei sein Stellvertreter. Über die Gründung abgestimmt werde auf der Frühjahrskonferenz.

Der Zweckverband würde 35 139 Zweibrücker und 39 228 Pirmasenser Mitglieder, insgesamt also 74 367 Mitglieder, haben, 63 Kirchengemeinden, 41 Pfarrstellen, 39 Kindertagesstätten, 110 Kita-Gruppen. Er hätte einen Umsatz von 66 Millionen, hätte 114 106 Buchungen, 194 Gebäude und 1217 Personalfälle. Doch Neumann betonte: „Wir wollen weiterhin eine ,Kirche von unten’ bleiben und entsprechende Bestrebungen fortsetzen. Wir verfolgen die Vorschläge der Kirchengemeindemitglieder und tragen Ansichten und Ideen weiter. Die Demokratisierung wird erhalten beziehungsweise wird fortgesetzt“. Die Bezirkssynode sieht sich auf einem guten Weg.