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Historischer Verein Zeibrücken
Tagebuch des „Mops von Gedern“ im Vortrag

Zweibrücken. (hv) Zur Kur nach Schifflick bei Zweibrücken hatte im Frühjahr 1738 die regierende Herzogin-Witwe Caroline von Pfalz-Zweibrücken eingeladen. Nicht weniger als 41 Personen waren der Einladung gefolgt und nach Zweibrücken gekommen.

Einem der damaligen Gäste, wohl Graf Friedrich Karl von Stolberg-Gedern (1710 – 1767), verdanken wir einen Bericht über den Verlauf der Kur und über die Kurgäste. Davon erzählt uns sein „Schifflicker Tag-Buch“ in 1754 (!) launigen Versen. Dieses ist das Thema des nächsten Vortragsabends des Historischen Vereins Zweibrücken am kommenden Mittwoch, 18. Juli. Beginn ist um 19 Uhr im Kapellenraum der Karlskirche. Nichtmitglieder sind willkommen.

Der Referent, Vorstandsmitglied Richard B. Hudlet, hat in mühevoller Fleißarbeit die riesige Zahl von handschriftlichen Versen durchgearbeitet und einen ebenso anregenden wie die damaligen Verhältnisse schildernden Vortrag daraus entstehen lassen. Das Tagebuch läßt sich auch als Beweis dafür ansehen, daß Tschifflick 1738 tatsächlich so ausgesehen hat, wie wir es aus alten Plänen und Zeichnungen kennen und wie es heutige Bodenradaraufnahmen bestätigen.

Man darf also gespannt darauf sein, was uns der „Mops von Gedern“ in der Sprache seiner Zeit hinterlassen hat.