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Konzertreihe endet
Straight Ahead im Rosengarten

 Die Bigband Straight Ahead beim letzten Rosengartenkonzert in diesem Jahr.
Die Bigband Straight Ahead beim letzten Rosengartenkonzert in diesem Jahr. FOTO: Margarete Lehmann
Zweirücken. Letztes Konzert der Saison im Rosengarten, Claudia Hoffmann steigt aus. Von Peter Fromann

Die Sonne meinte es gut mit den Besuchern im Rosengarten: Das Thermometer stieg auf hohe 20er Grade, Straight Ahead-Bandleader Bernd Jörg gab sich locker und witzig. Die Bigband begeisterte mit swingenden Rhythmen und Bluesballaden. Der Mann am Klavier (Christoph Heber) hämmerte unermüdlich. Und Claudia Hoffmann sang ein letztes Mal in Zweibrücken mit der Band. Sie wendet sich neuen Aufgaben zu. Ihr letzter Auftritt ist am 23. September in Waldfischbach.

In einem Gespräch sagte sie einmal, man solle ja aufhören, wenn es am schönsten ist. In einem Chor möchte sie singen. In einem so starken Klangkörper wie einer Bigband sich einzusetzen, verlange viel physische und stimmlich Präsenz. Warum soll man sich Straight Ahead immer wieder anhören? „Man verbindet mit ihr groovige, moderne Arrangements, Solisten, denen man gern zuhört und eine eingespielte Truppe“. „Mack the Knife“ sang Claudia hinreißend, erst leise und leicht verhalten, dann aus sich herausgehend, leidenschaftlich und voller Ungestüm. Die Moritat von Mackie Messer, vom Haifisch, der scharfe Zähne hat. Bertold Brecht in Hochform. Gerade wurde sie auch neu verfilmt, kommt diese Woche ins Kino, die Geschichte, die auch heute durchaus Parallelen erkennen lässt. Und gleich danach gab’s „Stormy weather“. Gefühl ist hier alles, eindringlich die Stimme, die Band trägt die Hörer durch stürmische Zeiten, unter hypnotischem Himmel. Besonders hervorgehoben sei hier der Solo-Trompeter aus der ersten Reihe, sein Spiel einfach erfrischend und souverän.

Seit 31 Jahren gibt es Straight Ahead. Vom Swing über Latin bis hin zum Rock reicht das Repertoire. Die Band ist das Vorzeigeensemble der Kreismusikschule. Mit in der Band auch der Zweibrücker Matthias Wolf am Kontrabass, bekannt aus verschiedenen Formationen.



Die Zuschauer, gut 300, ließen sich gern begeistern, immer wieder Beifall zwischendurch. Da lacht des Jazzers Herz. Claudia Hoffmann werden wir jedoch vermissen.