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Durch einen Droiden ins Universum blicken
Warum die Sternwarte jetzt wie R2-D2 aussieht

 Von links Horst Helle, Hubert Zitt, Klaus Ruffing und Luca Hartmuth (helfender Student) beim Anstreichen der Sternwarte.
Von links Horst Helle, Hubert Zitt, Klaus Ruffing und Luca Hartmuth (helfender Student) beim Anstreichen der Sternwarte. FOTO: Nadine Lang
Zweibrücken. An vielen Stellen hat es sich bereits herumgesprochen und wer über den Campus der Hochschule Zweibrücken fährt, kann es auch nicht mehr übersehen: Die Sternwarte hat ihr Antlitz recht deutlich geändert (wir berichteten).

Die Idee zur Umgestaltung der Kuppel in den kleinen Droiden R2-D2 aus der Star-Wars-Reihe hatte Hochschulprofessor Hubert Zitt bereits vor Jahren. Unabhängig davon wurde er im Laufe der letzten Jahre auch von Studenten angesprochen, die der Meinung waren, dass die Sternwarte doch irgendwie an den kleinen Filmhelden erinnere. Nachdem die Sternwarte zuletzt auch noch sehr verschmutzt war und ihr ein neuer Anstrich sowieso gut getan hätte, brachte Zitt im Frühjahr seine Idee beim Naturwissenschaftlichen Verein (Nawi) vor, dem die Sternwarte auf dem Gelände der Hochschule gehört. In der Mitgliederversammlung wurde die Sache schließlich beschlossen und Zitt wartete nur noch auf den richtigen Zeitpunkt. Am 16. August machte er sich schließlich gemeinsam mit Schwiegervater Horst Helle und dem befreundeten Malermeister Klaus Ruffing an die Arbeit. Hinzu kamen Studenten, die beim Vorbeikommen spontan ihre Hilfe anboten und sich kurzerhand an der Umsetzung beteiligten.

Fünf Personen brachten es dabei auf 120 Arbeitsstunden, bis aus der Sternwarte schließlich gestern endgültig R2-D2 wurde. Etwa 400 Euro kostete der Materialaufwand ohne die Aufwandsentschädigung für den Malermeister. Die Kosten für die Aktion trägt der Verein. Das galaktische Aussehen bleibt nun natürlich bestehen und stößt schon jetzt auf große Resonanz. „Die Menschen werden dadurch auf uns aufmerksam“, erklärt Hubert Zitt. Was am Ende auch der Hochschule zugutekomme, die seit über 20 Jahren (durch Zitts „Star-Trek-Weihnachtsvorlesung“) bereits mit Sciene Fiction in Verbindung gebracht wird.