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Sterne-Restaurant weicht neuem Konzept

Zweibrücken. Jung, modern, unkompliziert, pfiffig - und dennoch auf hohem Niveau. So lauten die Vorgaben für das neue Restaurant-Konzept "Esslibris", das derzeit im Romantikhotel Landschloss Fasanerie umgesetzt wird. Das Restaurant "Esslibris" soll im Oktober öffnen und dem bisherigen Restaurant "Tschifflick" folgen Von Merkur-Redakteur Mathias Schneck

Zweibrücken. Jung, modern, unkompliziert, pfiffig - und dennoch auf hohem Niveau. So lauten die Vorgaben für das neue Restaurant-Konzept "Esslibris", das derzeit im Romantikhotel Landschloss Fasanerie umgesetzt wird. Das Restaurant "Esslibris" soll im Oktober öffnen und dem bisherigen Restaurant "Tschifflick" folgen. Das "Tschifflick" ist seit Ende Juli Geschichte, wie Jörg Glauben (Foto: pm), Küchenchef der Fasanerie, dem Merkur gestern sagte. "Wir wollten eine Veränderung aus der Position der Stärke heraus, deshalb haben wir uns entschlossen, nach elf erfolgreichen Jahren eine Veränderung herbeizuführen und etwas Neues zu wagen."Das Gourmet-Restaurant "Tschifflick" gab es elf Jahre lang, ein Jahr nach der Gründung zeichnete der Michelin es mit einem Stern aus; diesen hielt das Restaurant bis zur jetzigen Schließung. "Wir wollen mit der Zeit gehen. Ich denke, die Ära, in der die Menschen in eher zurückhaltender, ja steifer Art, speisen gingen und sich vom Kellner eine halbe Stunde lang erklären lassen wollten, was sie gleich essen werden, geht zu Ende", sagte Glauben. "Was heute gefragt ist, ist eine Küche zum Anfassen. Und so soll das "Esslibris" werden, es soll unkompliziert werden, die Leute sollen Spaß beim Besuch haben", erklärte der Küchenchef. Es sei wichtig, die Zeichen der Zeit zu erkennen, ehe es zu spät ist.

Das neue Restaurant, dessen Namen ein Spiel mit dem lateinischen "Exlibris" sei, solle gerade jüngeren Besuchern "die Schwellenangst nehmen", erläuterte Glauben. Es werde die Möglichkeit bieten, Menüs nach eigenem Gusto zu ordern, "auch Dreiviertel-Portionen können bestellt werden; das ist etwa sinnvoll, wenn man verschiedene Gerichte ausprobieren möchte". Die neuen Speisen würden mit "Szenen" betitelt, die das Unkomplizierte, für das sie stünden, symbolisieren sollen. "Eine Szene wird etwa ,Bürgerschreck' lauten", sagte er. Apropos Schreck: Natürlich sollten die Stammgäste durch das neue Konzept keineswegs verschreckt werden, betont Glauben. Aber das werde sicher nicht eintreffen, weil auch im "Esslibris" auf hohem Niveau gekocht werde. Glauben sagte, zwar werde das "Esslibris" den Stern des Vorgängers nicht übernehmen dürfen. "Aber wir arbeiten natürlich daran, erneut einen Stern zu bekommen. Die Wahrheit liegt auf dem Teller, nicht darin, in welchem Rahmen das Essen serviert wird", unterstrich er.

Das neue Restaurant werde in den Räumen des heutigen zweiten Restaurants im Hauptgebäude der Fasanerie, der "Orangerie", sein. Die Räume des "Tschifflick" könnten künftig für private Feiern angemietet werden. Das Personal des "Tschifflick" werde übernommen.



Glauben sagte, er werde auch künftig als Küchenchef und mitverantwortlicher Geschäftsführer - neben Inhaber Roland Zadra - für die Fasanerie tätig sein. "Natürlich arbeiten wir daran,

erneut einen Stern zu bekommen."

Jörg Glauben