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Staubaustritt in Mörsbach wirft noch Fragen auf

 Staub tritt aus an der Mörsbacher Konditionierungsanlage. Foto: privat
Staub tritt aus an der Mörsbacher Konditionierungsanlage. Foto: privat FOTO: privat
Mörsbach. Nach dem Staubaustritt an der Mörsbacher Konditionierungsanlage am Mittwochnachmittag ist die Aufsichtsbehörde SGD Süd noch auf Ursachensuche. Betreiber Terrag hatte auf Merkur-Anfrage am Mittwoch erklärt, die Anlage laufe fehlerfrei, es habe ein Defekt an einem Anlieferfahrzeug vorgelegen. Die entsprechende Spedition sei gesperrt worden. Die SGD Süd ist sich aber noch nicht sicher, ob es am Anlieferlaster und dem Schlauch lag oder beim Entladevorgang ein Fehler auftrat, so SGD-Sprecherin Nora Schweikert: "Für uns ist offen, ob die Fremdfirma oder Terrag verantwortlich ist." Sie wisse auch nicht, wer die Staubentladung durchgeführt hatte. Das kläre man nun. Eric Kolling

Nach dem Staubaustritt an der Mörsbacher Konditionierungsanlage am Mittwochnachmittag ist die Aufsichtsbehörde SGD Süd noch auf Ursachensuche. Betreiber Terrag hatte auf Merkur-Anfrage am Mittwoch erklärt, die Anlage laufe fehlerfrei, es habe ein Defekt an einem Anlieferfahrzeug vorgelegen. Die entsprechende Spedition sei gesperrt worden. Die SGD Süd ist sich aber noch nicht sicher, ob es am Anlieferlaster und dem Schlauch lag oder beim Entladevorgang ein Fehler auftrat, so SGD-Sprecherin Nora Schweikert: "Für uns ist offen, ob die Fremdfirma oder Terrag verantwortlich ist." Sie wisse auch nicht, wer die Staubentladung durchgeführt hatte. Das kläre man nun.

Die Bürgerinitiative Mörsbach monierte derweil gestern diesen Vorfall als den vierten in 20 Monaten. Er zeige, welches Pulverfass über Zweibrücken trohne. Erneut rede Terrag den Zwischenfall schön und bagatellisiere ihn. Etwa eine Viertelstunde lang sei eine "beträchtliche Staubmenge in die Umgebung geschleudert" worden, wie Bilder zeigten, die der BI vorlägen. Dies verdeutliche, dass die im Erweiterungsantrag zur Verarbeitung gefährlicher Stäube formulierten Gewährleistungen bei Gefahren (Abquetschungsverschluss der Leitungen und sofortige Unterbrechung) das Papier nicht wert seien, auf dem sie gedruckt seien. BI-Chef Dennis Nizard: "Man hat es nicht einmal für nötig befunden, eventuell betroffene Bewohner in der Nähe zu warnen". Angesichts der Aussage von Terrag-Pressesprecher Hubert Immesberger, die ausgetretene Staubmenge lasse sich nicht genau benennen, fragt Nizard: "Hätte man nicht die ausgetretene Menge Staub durch anschließendes Wiegen des LKW's ermitteln können?"