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Staub-Streit: Terrag weist Kritik der BI deutlich zurück

Zweibrücken. Nach der Analyse des schwarzen Schnees wartet Landwirt Achim Ruf, dessen Wiese betroffen war, auf eine Stellungnahme der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd. Der Biobauer erklärte gestern, er habe das im Auftrag des Deponiebetreibers UBZ erstellte Gutachten und die Schadstoffmessergebnisse ebenso angefordert wie eine Einschätzung der SGD, ob Grenzwerte überschritten wurden. Eric Kolling

Die jüngste Kritik der Bürgerinitiative Mörsbach (BI) stritt die Firma Terrag, der offenbar beim Wechsel eines Filters ihrer Konditionierungsanlage Staub entwichen war, gestern vehement ab. Sprecher Hubert Immesberger betonte, es sei lange nicht der Zentner Staub entwichen, den die BI errechnet hatte. Die Schadstoff-Belastung laut Gutachten liege in einem "sehr niedrigen Bereich", wiederholte Immesberger. Auch sei die Anlage beim Filterwechsel am 7. Februar nicht in Betrieb gewesen, die Mitarbeiter hätten Schutzkleider getragen. Was die von der BI geforderte Untersuchung der Proben auf Dioxine und Furane angeht, betont er, dass der Gesetzgeber dies bei der Untersuchung mineralischer Abfälle nicht vorsieht und auch die Expertem im Auftrag des UBZ "offensichtlich keine Notwendigkeit" für einen solchen Test gesehen hätten. Und auch den Vorwurf, dass Terrag schlecht informiert habe, sieht Immesberger anders. Man habe sofort intern kontrolliert, ob die Anlage störungsfrei gelaufen sei. Nachdem die Geschäftsführung durch das UBZ-Gutachten Angaben zu den Windverhältnissen erhalten hatte, habe sie den Filterwechsel als mögliche Quelle der Verunreinigung eingeräumt. Obwohl von der Verschmutzung keine Gefahr für die Schutzgüter Boden, Wasser, Mensch und Nutzpflanzen ausgehe, habe man Biobauer Achim Ruf Gespräche angeboten.