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Zweibrücker Oberlandesgericht
Startschuss für Justizfachwirte von morgen

OLG-Präsident Bernhard Thurn (vorne) und die 19 Justizfachwirte in spe auf den Stufen des Zweibrücker Schlosses.
OLG-Präsident Bernhard Thurn (vorne) und die 19 Justizfachwirte in spe auf den Stufen des Zweibrücker Schlosses. FOTO: Oberlandesgericht Zweibrücken
Zweibrücken. Für 19 junge Menschen hat die 26-monatige Ausbildung begonnen.

Im Zweibrücker Schloss hat der Präsident des Pfälzischen Oberlandesgerichts Zweibrücken, Bernhard Thurn, 19 Nachwuchskräfte begrüßt, die nun ihren zwei Jahre und zwei Monate dauernden Vorbereitungsdienst zum Justizfachwirt beginnen.

Die Ausbildung, die Praxis und Theorie verbindet, beginnt bei einem pfälzischen Amtsgericht. Die praktische Ausbildung wird durch wöchentlich stattfindende Arbeitsgemeinschaften ergänzt. Daneben werden im Rahmen von mehrmonatigen Lehrgängen theoretische Kenntnisse vermittelt.

Nach bestandener Prüfung nehmen Justizfachwirte bei Gerichten und Staatsanwaltschaften neben Richtern, Staatsanwälten, Amtsanwälten und Rechtspflegern wichtige und verantwortungsvolle Aufgaben im Bereich der Rechtspflege wahr. Sie tragen damit wesentlich zur Rechtsgewährung bei und sind oft erste Ansprechpartner für rechtsuchende Bürger. Sie sind insbesondere befasst mit der Verwaltung der Akten, Postbearbeitung, Fristenkontrolle und der Aufnahme von Anträgen und Erklärungen von Verfahrensbeteiligten. Sie führen Protokoll bei Gerichtsverhandlungen, erteilen Grundbuchauszüge und gewähren Einsicht in das Grundbuch. Zu ihren Aufgabengebieten können außerdem die Anweisung der Entschädigungen für Zeugen und Sachverständige, die Berechnung von Gerichtskosten sowie die Erteilung von vollstreckbaren Ausfertigungen von Urteilen und gerichtlichen Vergleichen zählen.



Für Justizfachwirte mit besonderer Qualifikation besteht die Möglichkeit zur beruflichen Weiterbildung zum Gerichtsvollzieher. Daneben ist auch eine Ausbildungsqualifizierung zum Diplom-Rechtspfleger (FH) möglich.

Jedes Jahr stellt das Pfälzische Oberlandesgericht Zweibrücken für das Gebiet der Pfalz Bewerber ein. Schon während der Ausbildung wird ein Gehalt gezahlt. Mindestvoraussetzung für die Einstellung zur Ausbildung zum Justizfachwirt ist ein qualifizierter Sekundarabschluss I oder ein gleichwertiger Bildungsstand. Bewerbungen für den nächsten Einstellungstermin (1. August 2019) können auch online unter www.olgzw.justiz.rlp.de übermittelt werden.