| 00:00 Uhr

Stadtrat vor „Ja“ zu Deponieerweiterung

Zweibrücken. In Sachen Deponie tut sich diese Woche einiges: Die Bürgerinitiative Mörsbach unterzeichnet morgen ein Protestschreiben zur Konditionierungsanlage. Deren Betreiber Terrag entscheidet über ihre eigenen Pläne. Und der Stadtrat soll die Deponieerweiterung befürworten. Eric Kolling

Heute will die Homburger Firma Terrag entscheiden, welchen Kurs sie hinsichtlich der Konditionierungsanlage auf der Mörsbacher Mülldeponie fährt. Wie Firmen-Consultant Hubert Immesberger gestern sagte, werde derzeit rechtlich geprüft, ob der bestehende Antrag bei der SGD Süd ganz zurückgezogen, neu gestellt oder der bestehende abgeändert wird. Dass dies bis heute dauert, liege daran, dass die Terminkalender der Verantwortlichen so voll seien, dass vorher kein Treffen möglich gewesen sei.

Derweil trifft sich morgen um 20 Uhr im Nebenraum der Evangelischen Kirche Mörsbach die Bürgerinitiative (BI), um ihr Einwendungsschreiben gegen die Verarbeitung "gefährlicher Stoffe" in der Konditionierungsanlage zu zeichnen. Über 1000 Unterschriften habe man schon beisammen. BI-Sprecher Dennis Nizard rechnet mit über hundert Interessierten. Auch die geplante Demonstration der BI am Samstag, 1. März, vor der Mülldeponie solle besprochen werden. Derweil habe die BI in Mörsbach in den Fahrtrichtungen Kirrberg, Großbundenbach, Zweibrücken und Käshofen Protest-Transparente aufgehängt. Am 13. Februar hatten Hunderte bereits ein Einwendungsschreiben gegen die geplante Deponieerweiterung unterzeichnet (wir berichteten).

Wenn es nach der Stadtverwaltung geht, ist diese hingegen kein Thema. Übermorgen soll der Stadtrat seine Zustimmung zu dieser Erweiterung abgeben. So sieht es die Beschlussvorlage vor. Der Umwelt- und Servicebetrieb (UBZ) solle in Abstimmung mit der BI drei Immissionsmessstellen einrichten.

Ehe dieser Beschluss ansteht, wird der Rat über die Deponie-Pläne und die Folgen informiert. Das hatte die Grüne Liste am 12. Februar beantragt.