| 22:40 Uhr

Zweibrücker Bauausschuss
Diskussion ums Parken an Alter Feuerwache

Außer direkt am Straßenrand wird es künftig den kleinen Parkplatz vor der Alten Feuerwache nicht mehr geben.
Außer direkt am Straßenrand wird es künftig den kleinen Parkplatz vor der Alten Feuerwache nicht mehr geben. FOTO: Lutz Fröhlich
Zweibrücken. Dirk Schneider fordert: Parkhaus mehr öffnen. Stadtfest-Rockbühne bleibt trotz Gelände-Umgestaltung, auch Kleinkunst möglich. Von Lutz Fröhlich

Das Gelände der überwiegend abgerissenen Alten Feuerwache wird völlig neu gestaltet (wir berichteten). Davon betroffen ist auch der Bereich, wo beim Stadtfest die Rockbühne steht. Daran wird sich auch künftig nichts ändern, betonte Bauamts-Stadtplaner Harald Ehrmann am Mittwochabend in der Debatte im Bauausschuss. Die Platz-Aufwertung soll künftig sogar noch mehr Openair-Veranstaltungen ermöglichen, die Stadtverwaltung denkt dabei vor allem an Kleinkunst.

Besucher können dann wahrscheinlich auch Sitzpodeste nutzen, die zudem neben Pollern den Zweck dienen könnten, den Platz zur Bleicherstraße so abzugrenzen, dass Autofahrer vom wilden Parken abgehalten werden. Während die Stellplätze entlang der Bleicherstraße erhalten bleiben, fällt der kleine Parkplatz vor der Ex-Fahrzeughalle infolge der Neugestaltung weg. Das sei unproblematisch, sagte der Beigeordnete Henno Pirmann (SPD) auf eine Frage von FWG-Fraktionschef Kurt Dettweiler nach den Stellflächen. Pirmann: „Es gibt direkt nebenan zwei große Parkplätze und das Parkhaus!“

Weshalb auch niemand Bedenken wegen des Wegfalls der etwa zwölf Stellflächen äußerte. Allerdings bat Dirk Schneider (SPD) darum, dass Parkhaus am Wochenende länger zu öffnen – derzeit schließt es samstags schon um 16.30 Uhr und ist sonntags gar nicht nutzbar. Er habe neulich bei einem Handballspiel in der Westpfalzhalle chaotische Park-Szenen beidseits der Bleicherstraße beobachtet. Es sei deshalb auch sinnvoll, „sehr darauf zu achten“, das neugestaltete Außengelände rund um die Ex-Feuerwehrfahrzeughalle (die das Helmholtz-Gymnasium nach dem Umbau als Aufenthaltsraum und für Veranstaltungen nutzen wird) so von der Bleicherstraße abzutrennen, dass Autos nicht zum illegalen Parken durchkommen.



Weitere Themen: Wohlwollend zur Kenntnis genommen hat der Bauausschuss, dass die Stadtverwaltung einen Bauantrag im Außenbereich von Mörsbach an der Bimbachstraße bewilligt: Es gehe um einen Pferdestall mit Tierarzt- und Physiotherapiepraxis, erläuterte Henno Pirmann. Um die sportmedizinisch betreuten Pferde ständig überwachen zu können, sei es wichtig, dass der Stall in unmittelbarer Nähe der Praxis sei. Der Ortsbeirat Mörsbach habe bereits zugestimmt. – Der vorläufigen Gebietsabgrenzung des Fördergebiets Innenstadt/Stadtzentrum stimmte der Bauausschuss zu. Thorsten Gries regte für die SPD-Fraktion an, auch das Bahnhofsgebäude mit in das genau dort endende Fördergebiet aufzunehmen, schließlich habe die Stadt-Tochter Gewobau das Haus gekauft und dort müsse wohl innen einiges saniert werden. „Wir bräuchten eine gewisse Zeit, das zu integrieren, und es könnte ein Problem mit der Decklung von Fördergeldern geben“, antwortete Stadtplaner Ehrmann, sagte aber zu, deshalb aber noch einmal Kontakt mit ADD und Innennministerium aufzunehmen. – Nicht betroffen ist Zweibrücken vom Lärmaktionsplan der Stadt Blieskastel, beschloss der Bauausschuss. – Henno Pirmann informierte den Ausschuss über den Bearbeitungsstand der Erweiterungspläne der beiden großen Fachmärkte an der Wilkstraße: Das Zielabweichungsverfahren für Globus habe die Stadtverwaltung gerade zur raumordnerischen Prüfung an die Firu (Stadtplanungsfirma) weitergeleitet, für Möbel Martin lägen die Unterlagen gerade bei Bürgermeister Christian Gauf, würden in den nächsten Tagen an die Firu weitergeleitet und beide Verfahren voraussichtlich bis Weihnachten bei der SGD Süd beantragt. Die Stadt befürworte die Erweiterungspläne, ergänzte gestern Stadtsprecher Heinz Braun auf Merkur-Nachfrage.