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Stadt prüft Windradflächen

Zweibrücken. Der Stadtrat hat gestern Abend grundsätzlich den Weg dafür frei gemacht, um auf städtischer Gemarkung Windräder aufzustellen. Wo dies geschieht, ist aber noch offen. Fritz Schäfer

"Jetzt beginnt erst die Prüfung, wo Windräder aufgestellt werden können", betonte Oberbürgermeister Kurt Pirmann (SPD ) bei der Fortschreibung Windenergie des Flächennutzungsplans. Damit wandte sich Pirmann gegen den Eindruck von Bürgern, dass mit der Vorstellung der möglichen Flächen im März (wir berichteten), schon die Aufstellung von Windrädern beschlossen worden sei.

"Wir lassen das erst jetzt genau prüfen. Dann informieren wir die Ortsbeiräte und die Bürger", kündigte der Oberbürgermeister an. Deshalb sei auch eine inhaltliche Diskussion über die Standorte jetzt verfrüht. Bei dem Mittelbacher Ortsvorsteher Kurt Dettweiler (FWG) lieferten besorgte Bürger" aus Hengstbach bereits im Frühjahr Unterschriften ab gegen Windräder in den Gebieten Dörrenbachwald und Wolfsacht. Nach der Erklärung Pirmanns konnte Dettweiler dem Beschluss zustimmen.

Auch die übrigen Ratsmitglieder stimmten (bei zwei Enthaltungen der AfD) der Teilfortschreibung Windenergie im Flächennutzungsplan zu. Wobei Pirmann bei der Abstimmung Melanie Schneider darauf hinwies, dass ohne eine Ausweisung von Vorrangflächen für Windräder , die Stadt jeden einzelnen Antrag eines Investors prüfen müsse. Bei einer Ausweisung seien Windräder nur auf den vorgesehenen Flächen möglich.

"Wir sind weit davon entfernt in allen sechs potenziellen Gebieten Windräder zu bekommen", sagte Christoph Gensch (CDU ). Angesichts der Änderungen des Energiegesetzes bestehe vielmehr die Gefahr, dass in Zweibrücken kein Windrad aufgestellt wird. Denn ab 2017 müssten alle Windparks ausgeschrieben werden. "Dann stehen die Anlagen dann in einem bundesweiten Wettbewerb."

Dirk Schneider (SPD ) stellte erfreut fest, dass die CDU-Stadtratsfraktion der Windenergienutzung positiv gegenübersteht. Allerdings zog Schneider in der Sitzung aus der "richtigen Darstellung" von Gensch einen anderen Schluss: Da die Gefahr besteht, dass in Zweibrücken keine Windräder aufgestellt werden, schlug er vor, dass der Rat beim Ausbau erneuerbarer Energie auf Photovoltaik setzt.