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Stadt plant Verbleib in GBI

 Die Dorfläden (hier ein Archivfoto des ehemaligen Dorfladens Battweiler) setzten der Gesellschaft GBI in der Vergangenheit finanziell zu. Foto: cos/pm
Die Dorfläden (hier ein Archivfoto des ehemaligen Dorfladens Battweiler) setzten der Gesellschaft GBI in der Vergangenheit finanziell zu. Foto: cos/pm
Zweibrücken/Pirmasens. Die Stadt Zweibrücken plant, auch in Zukunft Gesellschafter der GBI (Gesellschaft für Beschäftigungsentwicklung, Qualifizierung und Integration) zu bleiben. Das erklärte gestern Stadtsprecher Heinz Braun dem Merkur auf Anfrage

Zweibrücken/Pirmasens. Die Stadt Zweibrücken plant, auch in Zukunft Gesellschafter der GBI (Gesellschaft für Beschäftigungsentwicklung, Qualifizierung und Integration) zu bleiben. Das erklärte gestern Stadtsprecher Heinz Braun dem Merkur auf Anfrage. Vor einem Jahr hatte die Zweibrücker Stadtverwaltung laut darüber nachgedacht, wegen der hohen Verluste, die die Gesellschaft schreibt, über kurz oder lang auszusteigen. Dazu werde es jetzt wohl nicht mehr kommen, sagte Braun. "In der Vergangenheit schrieben die von der GBI betriebenen Dorfläden im Landkreis rote Zahlen, das sorgte für hohe Verluste bei der Gesellschaft", so der Stadtsprecher. Nun, nach dem Aus der Dorfläden, stabilisiere sich die Lage. Daher sei ein Ausstieg nicht mehr zwingend. Aber dies stehe vorbehaltlich der Entscheidung des Stadtrats. Dort wird am 8. Dezember über den möglichen weiteren Verbleib der Stadt in der GBI diskutiert. Gestern stellte Petra Backes, Geschäftsführerin der GBI, dem Stadtrat Pirmasens die Geschäftszahlen vor. Die Gesellschaft hat 2009 abermals rote Zahlen geschrieben. Unterm Strich gab es ein Minus von rund 55 000 Euro. 2008 war der Verlust mit rund 100 000 Euro noch doppelt so groß. Die Halbierung sei auf die Schließung der Dorfläden im Landkreis zurückzuführen, bestätigte Backes die Aussage von Stadtsprecher Braun. Während die beiden Standorte in den Städten Zweibrücken (38 000 Euro) und Pirmasens (116 000 Euro) im Geschäftsjahr 2009 ein Plus erwirtschafteten, steht bei dem sogenannten Profit-Center im Landkreis unterm Strich einem Minus von 210 000 Euro. Der Umsatz lag laut Backes bei 4,5 Millionen Euro. Die GBI wurde als Nachfolgerin der insolventen BQZ gegründet und qualifiziert Langzeitarbeitslose. Gesellschafter sind der Kreis Südwestpfalz, die Städte Zweibrücken und Pirmasens sowie die Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land, die Verbandsgemeinde Wallhalben stieg Ende 2009 aus. Den größten Umsatz machen die Küchen in Zweibrücken und Pirmasens mit über 300 Mitarbeitern. eck/zwi