| 20:35 Uhr

Freizeitgemeinschaft Wolfsloch
Spitze Schreie und großes Gelächter

Sitzungspräsident Steven Schneider (vorne links mit Mikrofon) hat zusammen mit den Rhythmusfetzern Landstuhl die Blau-Schwarze Nacht der FZG Wolfsloch eröffnet. Das Programm war so bunt und abwechslungsreich, wie es an Fastnacht nur sein kann.
Sitzungspräsident Steven Schneider (vorne links mit Mikrofon) hat zusammen mit den Rhythmusfetzern Landstuhl die Blau-Schwarze Nacht der FZG Wolfsloch eröffnet. Das Programm war so bunt und abwechslungsreich, wie es an Fastnacht nur sein kann. FOTO: David Oliver Betz / David Betz
Wattweiler. Eine gelungene Mischung aus Musik, Tanz und knackigen Gags gab es bei der „Blau-Schwarzen Nacht“ der FZG Wolfsloch. Von David Oliver Betz

Die Freizeitgemeinschaft Wolfsloch (FZG) hat am Samstagabend in der Halle des TuS Wattweiler vor rund 150 begeisterten Zuschauern ihre Blau-Schwarze Nacht gefeiert. Bei der Prunksitzung gab es viel Musik, tolle Tanzeinlagen und natürlich knackige Büttenreden. Schwer hatten es die Wolfslocher dieses Jahr. Die kurze Fastnachtssession hat dazu geführt, dass die Prunksitzung der FZG parallel zur großen Sitzung des KVZ stattfand. Dennoch war die Halle in Wattweiler rappelvoll und die Stimmung prächtig. Das Programm konnte sich nämlich sehen lassen.

Schon der Auftakt mit der Guggemusik der „Pfälzer Rhythmusfetzer“ aus Landstuhl sorgte für ein großes Hallo. Die muntere Gruppe spielte vor allem moderne Hits, die natürlich im Guggengewand daher kamen, also etwas schräg klangen. Dafür wurden die Songs etwas dynamischer gespielt als in den Originalen vorgesehen, was vor allem an der tollen Rhythmusgruppe der Musiker lag. Dafür gab es viel Applaus. Sitzungspräsident Steven Schneider freute sich, dass diese Neuerung so gut ankam und damit der Teppich für die Narren musikalisch ausgelegt wurde.

Zu Gast waren gleich vier Funkenmariechen der Narrenzunft Homburg. Seline Winterkorn, Annika Ecker, Maya Wagner und Emelie Bopp zeigten als Quartett einen Tanz auf unglaublich hohem Niveau. Die vier jungen Frauen waren synchron, zeigten tolle Figuren und atemberaubende Sprünge. Das war wirklich große Klasse und sieht man in dieser Form sehr selten in der Region.



Angelika Nauel, angekündigt als FZG-Urgestein, stieg als „Es Lisbeth“ in die Bütt. Ganz klassisch reimte sie. Dabei hatte sie vor allem die Politik im Visier. Sie monierte, dass die Große Koalition nichts zustande bringe, damit am Ende noch der AfD Wähler in die Arme treibe. Dabei solle man nicht so über die Flüchtlinge schimpfen, meinte „Es Lisbeth“ – schließlich gebe es rund ums Zweibrücker Parkhaus genug „Faulenzer“ aus der Pfalz, die auf Kosten der Allgemeinheit leben. Sie forderte mit spitzen Reimen und Pointen, dass die große Politik endlich mal wieder an die kleinen Leute denken solle. Ihr Fazit: „Die AfD steht schun parat, ich hoff das do bleibt uns erspart.“ Dafür gab es es viel Applaus und Zustimmung. Urkomisch und befreiend albern war der Auftritt von Sabrina Glas und Kerstin Amend. Sie gaben zwei schrille Damen im besten Alter und brachten Leben in die Bude. Die zwei waren sich für keinen Kalauer und keine Zote zu schade, sorgten mit ihren „wutzischen“ Witzen für spitze Schreie und großes Gelächter im Publikum. Am Ende standen die beiden mitten im Saal auf den Tischen und sangen mit dem Publikum „Wo war ich in der Nacht von Freitag auf Montag“. Ein äußerst gelungener Auftritt war das, auch weil sich die beiden Frauen herrlich un­eitel zeigten und eine Menge Spaß am Unsinn versprühten.

Die Showtanzgruppe der Zweibrücker Fasnachtsfreunde (ZFF) tanzte in Gold und Schwarz gekleidet, das kam richtig gut an. Vielleicht nicht ganz so grazil, aber dafür mit unheimlich viel Herzblut trat das FZG-Männerballett auf. Zusammen mit den „Luders“ zeigten sie eine gute Mischung aus Humor und Tanz, das Motto „Blues Brothers“ tat als Dauerbrenner das seine dazu, dass der Saal kochte. Später durfte die Truppe noch einmal zu „Rock mi“ der Band Voxxclub ran.

Am Ende war es ein vergnüglicher und kurzweiliger Abend mit einer gelungenen Mischung aus Bütt und Tanz.