| 21:46 Uhr

VB Zweibrücken
Spiel, Spaß und gelegentlich was Süßes

Die elfjährige Mona aus Syrien bewunderte besonders die Klangschale.
Die elfjährige Mona aus Syrien bewunderte besonders die Klangschale. FOTO: Lehmann
Zweibrücken. Das traditionelle Ostereiersuchen bei der VB Zweibrücken war mit einem Spielfest verbunden.

() Das traditionelle Ostereiersuchen der VB Zweibrücken war in diesem Jahr eingebunden in ein Spielfest mit einzelnen Stationen, die durchlaufen werden mussten. Jedes Kind konnte sich über ein „süßes“ Geschenk und kleine Preise freuen. Immerhin gab es viele gespendete leckere Kuchen zu naschen und genießen. Der Trubel im Vereinsheim war groß. Mit dabei war auch „Soziale Stadt“, die Städtebauförderung Zweibrücken, vertreten durch Yvonn Weber, denn der Reinerlös des Tages floss in soziale Projekte ein.

Die freiwilligen Helfer hatten alle Hände voll zu tun. Acht Stationen mussten passiert werden, ehe die Kinder einen Preis für ihren Einsatz erhielten. Die Jugendleiter Sven Schönborn, Birgit Dawo sowie die Behinderten- und Ausländerbeauftragte Karin Schaarf-Semar, die den Breitensport leitet, konnten mit dem Besuch zufrieden sein. „Durch das Gewusel der Kinder war es etwas unübersichtlicht, aber ich glaube, bestimmt an die 100 Kinder und mehr waren da“, sagte Dawo.

Es galt, Osterkörbchen zu basteln, barfuß zu erraten, über welchen Bodenbelag man gerade lief, mit Händen zu fühlen, was man in der Hand hielt, Rätsel zu erraten, Ballspiele zur Entspannung, Rückwärtslaufen nach gespiegeltem Wegverlauf und mehr. Und an der letzten Station gab es für jeden eine hübsche leckere Überraschung.



Banar Abemal aus dem Irak behielt ihre drei Kinder Redin, Rayan und die einjährige Rosa im Blick, für ein Gespräch blieb nur wenig Zeit im allgemeinen Trubel: „Rosa ist Zweibrückerin, denn wir sind schon über zwei Jahre in Deutschland“, berichtet Banar. „Wir sind alle vier Vereinsmitglieder, wir fühlen uns integriert.“ So geht es, man spürt es förmlich, allen Migrantenkindern, die zum Spielfest gekommen sind. Die VB haben immer wieder Ideen zur Integration in Zweibrücken. Viele „Ausländer“ spielen schon länger in den einzelnen Fußballmannschaften oder treiben Breitensport.

In einer gemischten Montagsgruppe beschäftigt sich Winfried Stark mit Kindern und Jugendlichen. Shabnam Rahmani ist mit ihrer kleinen Schwester Mariam da, sie erzählt: „Ich bin seit drei Jahren in Deutschland, besuche hier die neunte Klasse der Realschule plus. Ich würde gern Abitur machen und vielleicht studieren.“ Ihre Deutschkenntnisse sind mittlerweile sehr gut. „Ich will diese große Chance hier in Deutschland für mich nutzen“. Und Mona kam ebenfalls kurz vorbei, sie ist elf Jahre. „Ich komme aus Syrien und gehe auf die IGS in die 5b“, berichtete sie atemlos, und schon war sie wieder entschwunden.