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Vorschlag der FDP
Spendenaktion für das Stadt-Feuerwerk?

 Das zentrale Feuerwerk soll erstmals in diesem Jahr durchgeführt werden. Die FDP, die den Anstoß gab, setzt auf Spendengelder, wie auch die FWG .
Das zentrale Feuerwerk soll erstmals in diesem Jahr durchgeführt werden. Die FDP, die den Anstoß gab, setzt auf Spendengelder, wie auch die FWG . FOTO: dpa-tmn / Klaus-Dietmar Gabbert
Zweibrücken. Patrick Lang (FWG) schätzt die Kosten auf rund 5000 Euro. Ingrid Kaiser (FDP) schlägt eine Spendenaktion vor. Von Mathias Schneck

Die Entscheidung im Stadtrat fiel Ende Januar denkbar knapp: Mit nur einer Stimme Mehrheit votierte das Gremium dafür, der Verwaltung den Auftrag zu geben, die Durchführung eines städtischen Feuerwerks prüfen zu lassen (wir berichteten). Der Auftrag an die Verwaltung ist die eine Seite der Medaille. Die andere ist: Wer zahlt den Spaß?

Patrick Lang (FWG) erklärt im Gespräch mit unserer Zeitung, er habe sich mit der Thematik beschäftigt und mit dem Zweibrücker Feuerwerker Ralf Kohl darüber gesprochen.

Kohl habe ihm gesagt, dass ein entsprechendes Feuerwerk, je nach Dimension, in einer Spannbreite von 2000 bis 10 000 Euro Kosten taxiert werden müsse.



Lang: „Ich gehe davon aus, dass ein städtisches Feuerwerk Kosten in Höhe von rund 5000 Euro verursachen wird – das ist zumindest meine Schätzung.“ Zu den Feuerwerkskosten kämen schließlich noch die Kosten für Musik, Security und beispielsweise das Zelt hinzu, so dass Lang 5000 Euro ansetzt.

Lang stellt (ähnlich wie das sein Fraktionskollege Kurt Dettweiler bereits in der Ratssitzung tat) klar: „Die Stadt darf dieses Feuerwerk nichts kosten.“ Über Sponsoren könnte das Geld eingenommen werden.

Feuerwerker Kohl bestätigt, dass er von Lang gefragt worden sei, wie hoch denn die Kosten ausfallen würden. Kohl sagt, „bereits für 2000 Euro wäre schon was drin“. Die genannten 10 000 Euro – „das wäre dann ein richtig großes Feuerwerk“, stellt er klar. Die 2000 Euro am unteren Ende der Fahnenstange würden dem Publikum bereits einiges an visuellen Effekten bieten.

Ingrid Kaiser (FDP), die im Namen ihrer Fraktion den Antrag im Stadtrat eingebracht und sich letztendlich damit ganz knapp durchgesetzt hatte, sagt auf Anfrage: „Wir haben bereits mit unserem Antrag der Verwaltung den Vorschlag gemacht, ein Spendenkonto für das städtische Feuerwerk anzulegen.“

Eine solche Überlegung sei sinnvoll, denn, so Kaiser: „Das wird schon seit Jahren in Niederauerbach für die Kerwe so gemacht.“

Diese Kerwe werde jedes Jahr am ersten Wochenende im September gefeiert. Kaiser: „Im Laufe des Augusts gehen dann die Straußbuben durch Niederauerbach und sammeln für die Kerwe.“ Dies stoße stets auf positive Resonanz, viele Bürger würden im Schnitt zehn Euro für das tolle Treiben spenden.

Einen solchen Effekt kann sich Kaiser auch für das städtische Feuwerk, das erstmals in diesem Jahr begangen werden soll, vorstellen.

Ob Eintrittsgelder für die Jahresabschluss-Party erhoben werden könnten? „Da müsste man eine Veranstaltung draus machen“, gibt Kaiser zu bedenken, dass dies nicht einfach umzusetzen wäre. Der FDP sei es vor allem darum gegangen, die Knallerei an Silvester mit einem zentralen Feuerwerk zu konzentrieren und so Feinstaub und Lärm zu reduzieren.