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Unterbezirk Pirmasens-Zweibrücken
SPD gibt sich zuversichtlich

FOTO: PM
Althornbach. Unterbezirksparteitag Pirmasens-Zweibrücken: Stéphane Moulin bleibt Vorsitzender. Von David Oliver Betz

Der Unterbezirk Pirmasens-Zweibrücken der SPD hat in Althornbach im Dorfgemeinschaftshaus seine Vorstandschaft neu gewählt. Stephane Moulin aus Zweibrücken wird die Genossen zwei weitere Jahre führen, Stellvertreter bleiben die Pirmasenser Bundestagsabgeordnete Angelika Glöckner und der erste Kreisbeigeordnete Peter Spitzer für den Landkreis. Nach den zwei OB-Wahlkämpfen in Zweibrücken und Pirmasens sehen sich die Genossen in sehr guter Verfassung für die anstehenden Kommunalwahlen.

 Viel passiert ist bei der SPD seit der letzten UB-Vorstandswahl. Vom Schulzhype, über das Ringen über den GroKo-Eintritt bis hin zu den zuletzt schmerzhaften Abstürzen in Umfragen und bei Landtagswahlen gab es etliche Rückschläge und schlimme Situationen. Aber, das machte Moulin auch deutlich, es gab gerade für die Genossen im UB auch sehr viel Erfreuliches zu berichten. Man habe die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz gewonnen. Mit Alexander Fuhr habe zwar nur einer der drei SPD-Kandidaten den Sprung nach Mainz geschafft, aber dass es weiterhin eine SPD geführte Landesregierung gebe, bewertete Moulin als äußerst erfreulich. 

 Moulin ging auch auf die beiden OB-Wahlkämpfe ein. Es sei gelungen, binnen zwölf Wochen aus „Marold Wer?“ den neuen OB Zweibrückens zu machen. Das sei einem tollen Wahlkampfteam und auch dem Einsatz der Jusos, also der Jugendorganisation der SPD, zu verdanken. Dass dieses Konzept funktioniere, habe man auch in Pirmasens gesehen, wo Sebastian Tilly am Ende mit nicht einmal 300 Stimmen weniger als Zweiter durchs Ziel ging. 



 Dass seit Monaten, ja eigentlich schon über einem Jahr, von Erneuerung in der SPD gesprochen werde, das nervt Moulin. „Wir sollten weniger Hashtags produzieren, sondern es einfach mal machen“, forderte der UB-Vorsitzende. Ein erster Schritt dazu war vielleicht sogar schon der Parteitag in Althornbach. Denn mit Felix Ernst, Daniela Stauch, Patricia Reinhard und Amelie Rothaar wurden vier junge Leute als Beisitzer in den Vorstand gewählt und mit Sebastian Tilly als einem von zwei Pressesprechern ist ein weiterer junger Mann unter 35 Jahre im Vorstand.

 Peter Spitzer gab sich bereits auf den Kommunalwahlkampf eingestimmt und kämpferisch. „Wir gehen gestärkt aus zwei OB-Wahlen heraus. Wir werden der CDU und allen anderen zeigen, dass mit uns zu rechnen ist“, so der Kreisbeigeordnete gut gelaunt.

 Angelika Glöckner gab einen Abriss über ihre Arbeit in Berlin. Bei den Genossen steht die Große Koalition nicht besonders hoch im Kurs, die Sorge, die Parteispitze in Berlin könnte die SPD dauerhaft zu einer Kleinpartei regieren, ist groß. Glöckner swidersprach: Man habe soviel sozialdemokratisches erreicht. Das dringe nur nicht zu den Leuten durch.