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SPD: Schneider raus aus Fraktion

Zweibrücken. Das Tischtuch zwischen der SPD und ihrem Mitglied Dirk Schneider ist endgültig zerschnitten. Das sagte gestern der Partei- und Fraktionsvorsitzende Fritz Presl dem Merkur auf Anfrage. "Keiner in der SPD will mehr etwas mit Dirk Schneider zu tun haben", redete Presl Klartext Von Merkur-Redakteur Mathias Schneck

Zweibrücken. Das Tischtuch zwischen der SPD und ihrem Mitglied Dirk Schneider ist endgültig zerschnitten. Das sagte gestern der Partei- und Fraktionsvorsitzende Fritz Presl dem Merkur auf Anfrage. "Keiner in der SPD will mehr etwas mit Dirk Schneider zu tun haben", redete Presl Klartext. Er habe durch seinen nicht nachvollziehbaren Auftritt im Stadtrat, als er gegen die Ansiedlungen auf der Truppacherhöhe wetterte und gar Parteimitglied Kurt Pirmann attackierte (wir berichteten mehrfach) zu viel Porzellan zerschlagen, so Presl.Dirk Schneider ist nach massiver Kritik innerhalb der SPD bereits von seinem Amt als Fraktionsvize zurückgetreten, ist aber noch Mitglied der Fraktion. Doch diese Tage sind gezählt, machte Presl klar. "Noch vor der Sommerpause tagt unsere Partei zu dieser Angelegenheit. Ziel ist der Ausschluss aus der Fraktion." Presl sagte, er gehe davon aus, dass die Partei bei dieser Tagung, die Ende Juni stattfinden soll, Schneider aus der Fraktion werfen wird. "Das bezieht sich nicht auf seine Mitgliedschaft in der SPD", sagte der Fraktionschef, dass Schneider in der SPD bleiben dürfe. Aber: Presl stellte Schneider frei, bei einer anderen Partei sein Glück zu suchen. "Es bleibt natürlich Dirk Schneider überlassen, aus der SPD auszutreten und sich einer anderen Partei anzuschließen", sagte Presl.

In der heutigen Stadtratssitzung werde Schneider im SPD-Block bereits auf einem anderen Platz sitzen, da er ja kein Fraktionsvize mehr sei. Derzeitige Vize sind Wolfgang Ohler und Berni Düker. In Kürze will die SPD den dritten Vize-Posten neu vergeben. Dirk Schneider reagierte gestern Abend auf Anfrage völlig überrascht über Presls Ankündigung. Schneider sagte, er wolle in der SPD bleiben; er habe auch nicht - wie mehrfach unterstellt - Ambitionen, für das Amt des Oberbürgermeisters zu kandidieren. > Seite 20: Bericht

"Keiner in der SPD will mehr etwas mit Dirk Schneider zu tun haben."



Fritz Presl