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SPD-Generalsekretär Guth: Zweibrücken nicht für Hahn geopfert

Mainz. Der rheinland-pfälzische SPD-Generalsekretär Jens Guth hat Spekulationen zurückgewiesen, wonach die Landesregierung den Flughafen Zweibrücken zugunsten des Airports Hahn geopfert habe. "Das ist Schwachsinn", sagte Guth der Nachrichtenagentur dpa. Agentur

"So ließe sich die EU-Kommission gar nicht beeinflussen. Wir könnten nicht einfach nach Brüssel fahren und das mal so regeln." Die EU-Kommission stufte kürzlich Subventionen des Landes und der Anliegerkommunen von 47 Millionen Euro für den Flughafen Zweibrücken als unzulässig ein. Da dieser die Summe nicht zurückzahlen kann, ist er insolvent und sucht nach einem Käufer (wir berichteten). Das gilt als schwierig. Die staatlichen Beihilfen für den Flughafen Hahn billigte Brüssel indes. Es folgten Spekulationen, die rot-grüne Regierung habe zugunsten des größeren Airports Hahn den Flughafen Zweibrücken insgeheim aufgegeben. Guth sagt, er könne die EU-Entscheidung gegen Zweibrücken nicht nachvollziehen. Brüssel hatte auf den nur 40 Straßenkilometer entfernten und ebenfalls mit Steuergeld subventionierten Airport Saarbrücken verwiesen. Guth hätte sich vorstellen können, dass beide Flughäfen "mit ihrer unterschiedlichen Struktur sich sinnvoll ergänzen statt zu konkurrieren".