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Zweibrücker Stadtrat nennt persönliche Gründe
SPD-Fraktionsvize Thorsten Gries zurückgetreten

 Der SPD-Fraktionsvorstand mit dem Vorsitzenden Stéphane Moulin und seinen Stellvertretern Thorsten Gries (Bild, jetzt zurückgetreten) und Theresa Wendel war erst im Juni 2019 neu gewählt worden.
Der SPD-Fraktionsvorstand mit dem Vorsitzenden Stéphane Moulin und seinen Stellvertretern Thorsten Gries (Bild, jetzt zurückgetreten) und Theresa Wendel war erst im Juni 2019 neu gewählt worden. FOTO: Veronika Hautz
Zweibrücken. Der Fraktionsvorstand der SPD im Zweibrücker Stadtrat ist nur noch dreiköpfig: Thorsten Gries ist vom Amt des stellvertretenden Vorsitzende zurückgetreten. Diese Merkur-Information bestätigte Gries am Freitagabend auf telefonische Anfrage. Von Lutz Fröhlich
Lutz Fröhlich

Redakteur und Lokalreporter Zweibrücken

„Ich habe aus mehreren Gründen im letzten Jahr schon gesagt, dass ich aus zeitlichen Gründen auf den Titel verzichten möchte“, sagte Gries. Dies habe „auch damit zu tun, dass meine Tochter auch im Fraktionsvorstand ist“: Theresa Wendel ist seit der Stadtratswahl 2019 stellvertretende Fraktionsvorsitzende. Da es mit Fraktionschef Stéphane Moulin und dessen Ehefrau Pervin Taze eine weitere familliäre Verbindung in der Fraktion gibt, will Gries mit seinem Rücktritt auch „Gerüchten über eine Familien-Fraktion“ den Boden entziehen.

Moulin hatte am Mittwoch auf Merkur-Anfrage nur angedeutet, es könne sein, dass es bald eine Veränderung im SPD-Fraktionsvorstand gebe – da dies mit persönlichen Gründen zusammenhänge, hoffe er aber noch auf eine Lösung und wolle deshalb nicht mehr sagen.

Gries betonte am Freitag: „Der Rücktritt hat nichts mit Krach zu tun.“ Und fügte auf Nachfragte hinzu, der Rücktritt sei völlig unbeeinflusst davon, dass die SPD letzten Sommer nicht ihn, sondern Thilo Huble als (später gescheiterten) Beigeordneten-Kandidaten aufgestellt hatte: „Ich sehe sowas sportlich.“



Weil „über die SPD schon genug geschrieben wird“, so Gries unter Verweis auf die Turbulenzen der vergangenen Monate, sei man mit der Personalie nicht an die Öffentlichkeit gegangen. Er habe den Rücktritt geräuschlos vollziehen wollen – und vermute auch, dass kein Nachfolger für ihn gewählt werde: „Eine Stellvertreterin reicht ja.“