| 22:30 Uhr

Für mehr Beteiligung in Zweibrücker Stadtpolitik
SPD beantragt einen Jugendbeirat

Zweibrücken. Die Zweibrücker SPD hält die Jugend nicht für politikverdrossen. Doch sie müssten mehr mitreden können in der Kommunalpolitik.

Mit einem Jugendbeirat will die Zweibrücker SPD-Fraktion junge Menschen stärker in die Kommunalpolitik einbinden. Alle politischen Entscheidungen, begründen die Sozialdemokraten ihren Antrag für die nächste Sitzung des Stadtrates, beträfen junge Menschen in besonderem Maße. „Sie sind es, die zukünftig mit den Folgen von heutigen Entscheidungen leben müssen.“

Dass junge Menschen längst nicht so „politikverdrossen“ sind wie ihnen gerne mal nachgesagt wird, zeige sich „nicht erst seit der aufgekommenen „Fridays for Future“- Bewegung, sondern schon lange in vielfältigem gesellschaftspolitischen Engagement junger Menschen in einer Vielzahl von Vereinen und Organisationen, auch in unserer Stadt“.

Bereits heute gebe es beispielsweise über den Stadtjugendring oder die Stadtschülervertretung Möglichkeiten für junge Menschen sich einzubringen, allerdings zielgruppenbezogen und nicht in einem übergreifenden Sinn. Diese bestehenden Organisationen sollen nach Vorstellung der SPD in die weiteren Überlegungen eingebunden werden. Damit aber junge Menschen nicht „von oben“ eine Partizipationsform übergestülpt bekommen, die sich selbst vielleicht überhaupt nicht wollen oder für ungeeignet halten, schlägt die SPD vor, dieses Thema im Rahmen einer Jugendkonferenz zu behandeln, die seitens der Verwaltung vorbereitet und moderiert werden soll. Damit diese Konferenz „die notwendige politische Beachtung erhält und die Diskussion mit Jugendlichen weiter „Chefsache bleibt“, solle Oberbürgermeister Wosnitza für diese Konferenz zur Verfügung stehen.