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Sparkasse Südwestpfalz
Sparkassen-Ausschüttung an Kommunen nicht in Stein gemeißelt

Zweibrücken/Pirmasens. Vor dem Hintergrund der EZB-Niedrigzinspolitik muss auch die Sparkasse Südwestpfalz sparen, wo sie kann. Kaum ein Bereich ist davon in den vergangenen Jahren unbeeinträchtigt geblieben: das Filialnetz wurde verkleinert, die Mitarbeiterzahl reduziert, die Gewinne sinken, und heute will der Verwaltungsrat den Vorstand von drei auf zwei Personen reduzieren.
Lutz Fröhlich

Redakteur und Lokalreporter Zweibrücken

Nur eine Konstante gab es auch bei der jüngsten Jahresbilanz (wir berichteten): Die Ausschüttung an die Sparkassen-Träger bleibt unverändert (Landkreis Südwestpfalz netto zwei Millionen Euro, Stadt Zweibrücken 400 000 Euro). Was sagt dazu die Verwaltungsratsvorsitzende, Landrätin Susanne Ganster (CDU)? Gansters Sprecher Thorsten Höh mailt auf Merkur-Anfrage: „Bei Ausschüttungen müssen sich Sicherung der Zukunftsfähigkeit der Sparkasse (Eigenkapitalunterlegung/Rücklagen) und Bedienung des Gewährträgers die Waage halten. Ob dies künftig in gleicher Höhe geschehen kann, ist nur bedingt absehbar. Halten die Niedrigzinspolitik der EZB an und steigen gar regulatorisch verursachte Kosten weiter, wird dies sicher nicht ohne Auswirkungen bleiben. Der Verwaltungsrat der Sparkasse hat dies von Jahr zu Jahr zu überprüfen und zu entscheiden.“ Der Zweibrücker Bürgermeister Christian Gauf (CDU) betont, die aktuelle Auschüttung „beeinträchtigt nicht die Leistungsfähigkeit der Sparkasse“, der Jahresgewinn 2017 sei mit 6,7 Millionen Euro ja noch sehr erfreulich. „Wenn die Rahmenbedingungen immer schlechter werden, müsste der Verwaltungsrat aber natürlich auch die Ausschüttungshöhe prüfen.“