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Zweibrücken kunstvoll
Sonne lockte Kunstfreunde in die Fußgängerzone

Peter Schaumburgers Graffti waren für die Spaziergänger in der Zweibrücker City ein toller Blickfang.
Peter Schaumburgers Graffti waren für die Spaziergänger in der Zweibrücker City ein toller Blickfang. FOTO: Norbert Rech
Zweibrücken. Ein kleiner Montmartre mitten in Zweibrücken. Initiatoren sind mit der Resonanz auf die Open-Air-Austellung „Kunstvoll“ sehr zufrieden. Von Norbert Rech

Strahlender Sonnenschein lockte am Samstagvormittag nicht nur die Freude der schönen Künste in die Zweibrücker Fußgängerzone. Aber auch all diejenigen, die auf dem Weg zum Wochenmarkt waren oder sich vom Angebot der Läden der Innenstadt überzeugen lassen wollten, freuten sich über die Auswahl an Bildern, Basteleien und anderen Werken, die rund zwanzig Aussteller an ihren Ständen präsentierten. Die Fußgängerzone hatte sich im Rahmen der Aktion „Kunstvoll Zweibrücken“ in eine Meile aus Bildern und Skulpturen verwandelt. Die von Birgit Neuhardt, dem Stadtmarketing und des „Gemeinsam Handel Zweibrücken“ initiierte Aktion erwies sich auch in ihrer fünften Auflage als voller Erfolg.
„Die Ausstellung lebt von ihrer Unterschiedlichkeit“, erklärte Birgit Neuhardt, die sich über den großen Zuspruch freute. Es ginge hier nicht um den Verkauf der Werke, sondern in erster Line soll weniger bekannten Künstlern die Gelegenheit gegeben werde, sich hier zu präsentieren. „Kunstvoll“, das ein klein wenig an den Montmartre in Paris erinnert, soll noch wachsen – so zumindest der Wunsch Neuhardts, die auch ihre eigenen Bilder ausstellte: „Mein Schwerpunkt liegt in der Natur und bei den Tieren.“ Mit der Malerei habe sie wieder vor sieben Jahren begonnen. die Kunst sei ein Ausgleich zum Alltag. Das sieht auch Thomas Brunner so, der seit über 20 Jahren mit Bleistift und Kugelschreiber vor allem Menschen zeichnet. In seiner Arbeit spiegele sich seine oft melancholische Art wider.

Ein „alter Hase“ im künstlerischen Bereich ist Gilbert Baier, der an der Fachhochschule in Mainz viel Wissen um die bildenden Künsten erlangte. Der Grafiker ist mit den unterschiedlichsten Techniken vertraut und kann auf 40 Jahre Erfahrung zurückblicken.

Bei „Kunstvoll“ gab es auch Überraschendes. Zum Beispiel bei Anja Bott, die selbst geknotete Hundehalsbänder präsentierte. Ein Blickfang waren aber vor allem die aufwendigen Graffiti von Peter Schaumburger. Ein Werk des Künstlers, der sich auch an der Fassade des Optikergeschäftes Seybold-Epting verewigt hat, gilt dem Zweibrücker Maler und Grafiker Sepp Semar.