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Agentur für Arbeit
So viele offene Stellen wie noch nie

In Zweibrücken wurden im Mai fast 19 Prozent weniger Arbeitslose als noch vor einem Jahr gezählt.
In Zweibrücken wurden im Mai fast 19 Prozent weniger Arbeitslose als noch vor einem Jahr gezählt. FOTO: Eric Kolling
Zweibrücken/Südwestpfalz/Kaiserslautern. Am westpfälzischen Arbeitsmarkt gibt es einen Rekord. Das bietet auch Azubis Chancen, die von ihrem Betrieb nicht übernommen werden.

Am westpfälzischen Arbeitsmarkt hat sich die positive Entwicklung aus den vergangenen Monaten fortgesetzt. Von der anhaltenden Kräftenachfrage der Unternehmen und der Frühjahrsbelebung profitierten die Arbeitsuchenden, teilt die Agentur für Arbeit Kaiserslautern-Pirmasens (umfasst die kreisfreien Städte Kaiserslautern, Pirmasens und Zweibrücken, die Landkreise Kaiserslautern, Kusel, Südwestpfalz sowie den Donnersbergkreis) mit.

Im Mai wurden insgesamt 16 527 Arbeitslose gezählt, das sind 946 (5,4 Prozent) weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote liegt nun bei 5,9 Prozent, vor einem Jahren war es noch 6,3.

Die Entwicklung in den beiden Rechtskreisen verlief etwas unterschiedlich. Bei der für die Arbeitslosenversicherung zuständigen Agentur für Arbeit waren im Mai 5896 Arbeitslose gemeldet als im April. Das waren 289 weniger als im April. Die Jobcenter, welche die Arbeitslosen in der Grundsicherung betreuen, zählten 10 631 Arbeitslose, fünf mehr als im Vormonat.



Für die positiven Grundstimmung am Arbeitsmarkt war in den vergangenen Monaten das weiterhin breite Arbeitsstellenangebot mit verantwortlich. So erhöhte sich der Bestand an offenen Stellen mit 5036 auf einen neuen Höchststand. Das sind 23,6 Prozent mehr als vor einem Jahr.

„Mit den positiven Impulsen des Frühjahres steht der Agentur für Arbeit und den Jobcentern damit ein umfangreiches Arbeitsstellenangebot zur Verfügung. Dieses bietet eine gute Plattform für die kommenden Monate und bringt damit auch Chancen für Personengruppen, die es schwerer haben, die Arbeitslosigkeit zu beenden“, stellt Westpfalz-Agenturleiter Peter Weißler fest.

Ein Teil der Jugendlichen, die sich derzeit in Vorbereitungen für die Abschlussprüfung befinden, könnten aber auch in diesem Jahr nicht unmittelbar in den Betrieben übernommen werden. „Auf diesen Jugendlichen liegt unser besonderes Augenmerk. Wir können die Unternehmen nur ermuntern, die gut ausgebildeten Fachkräfte ans Unternehmen zu binden, diesen die Chance zu geben, sich im Ausbildungsbetrieb weiterzuentwickeln und schon heute an morgen zu denken. Die Weiterbeschäftigung der ehemaligen Auszubildenden ist der beste Garant, dem anstehenden Fachkräftebedarf entgegenzutreten“, appelliert Weißler an die Betriebe. Für nicht übernommene Jugendliche bestünden aber dank des großen Stellenangebots „beste Chancen, kurzfristig eine neue Anstellung und damit Chance zu finden“.

In der Stadt Zweibrücken waren im Mai 989 Frauen und Männer bei der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter arbeitslos gemeldet. Das waren 55 Personen (entspricht 5,3 Prozent) weniger als im April und 229 (18,8 Prozent) weniger als im Mai vergangenen Jahres. Die Arbeitslosenquote ist damit von 5,8 Prozent im April auf nun 5,4 Prozent gesunken. Sie lag um 1,3 Prozentpunkte unter dem Wert des Vorjahresmonats. Der Blick auf die Entwicklung in den beiden Rechtskreisen zeigt sowohl einen Rückgang der Arbeitslosenzahl in der Arbeitslosenversicherung wie auch in der Grundsicherung. So zählte die für den Rechtskreis der Arbeitslosenversicherung zuständige Agentur für Arbeit im Mai 375 arbeitslose Menschen. Das waren 24 (sechs Prozent) weniger als im April. Beim für die Grundsicherung zuständigen Jobcenter waren im Mai 614 Frauen und Männer als arbeitslos registriert und damit 31 (4,8 Prozent) weniger als im Vormonat. Von den Arbeitgebern aus Zweibrücken wurden im Mai 103 zu besetzende Stellen neu gemeldet. Das waren 22 mehr als im April und 16 weniger als im Mai des Vorjahres. Derzeit gibt es in Zweibrücken 517 offene Stellen.

Im Landkreis Südwestpfalz waren im Mai 2012 Arbeitslose gemeldet. Das waren 48 ( 2,3 Prozent) weniger als im April und 270 (11,8 Prozent) weniger als im Mai vergangenen Jahres. Die Arbeitslosenquote ist damit von vier Prozent im April auf nun 3,8 Prozent gesunken. Sie lag um 0,6 Prozentpunkte unter dem Wert des Vorjahresmonats. Der Blick auf die Entwicklung in den beiden Rechtskreisen zeigt einen Rückgang der Arbeitslosenzahl in der Arbeitslosenversicherung um sechs Prozent und einen Anstieg in der Grundsicherung um 1,7 Prozent gegenüber dem April.