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Schaufenster Orthopädie Kraus
„So lernt man das Handwerk am besten“

Seniorchef Karl Sprengard legte noch mal seine Arbeitsschürze an, um den Kindern sein Handwerk nahezubringen.
Seniorchef Karl Sprengard legte noch mal seine Arbeitsschürze an, um den Kindern sein Handwerk nahezubringen. FOTO: Marco Wille
Grundschulkinder besuchen Bäckerei Sprengard

Ab ein Uhr nachts beginnt die Arbeit in der Backstube der Bäckerei und Konditorei Sprengard. Fünf Mitarbeiter und Chef Daniel Sprengard starten in der Backstube in Martinshöhe in den Tag: Sie stellen frische Backwaren nach traditioneller und in jahrzehntelang bewährter Sprengard-Qualität her. In Kirrberg, Hütschenhausen und Hauptstuhl gibt es weitere Filialen und zudem einen Verkaufswagen, der die Ortschaften auf der Sickingerhöhe versorgt. Vormittags, wenn die Öfen wieder abgekühlt sind, die Backwaren alle fertig sind, wird es normalerweise wieder ruhig in der Backstube. Nicht so vergangene Woche am Mittwoch. Da wurde nochmal richtig gewerkelt. 15 Kinder aus der ersten Klassenstufe der Grundschule Wiesbach besuchten die Bäckerei anlässlich der Projektwochenzeit mit dem Motto „Handwerk“. „Da sind die Kinder hier genau richtig. Wir sind noch ein echter handwerklicher Betrieb, der seine Produkte selbst nach übermittelter Tradition herstellt“, freute sich Seniorchef Karl Sprengard. Eigentlich ist er schon im Ruhestand, aber für diesen Termin packte er seine Arbeitskleidung noch einmal aus.

Eine kleiner Rundgang, dann hieß es Schürzen anziehen und dem Meisterbäcker zuschauen, wie er Teig ansetzt. Da staunten die Kleinen nicht schlecht und durften bald selbst mitarbeiten. „Das ist doch das wichtigste, so lernt man es am Besten“, betonte Sprengard.

Während die Hefeteile im Ofen vor sich hin backten und sich ein leckerer Duft im Backraum verteilte, warteten die mehlbestäubten Grundschüler. „Normalerweise backe ich mit meiner Mama Brot oder Kuchen und an Weihnachten natürlich Plätzchen, aber Hefezöpfe oder Brezeln hab ich bisher noch nicht gemacht“, verriet Grundschülerin Nele. Beim freundlichen Umgang mit den Kindern war deutlich zu merken, dass dieser Termin nicht der erste in der Traditionsbäckerei war. „Nein“, erzählte Sprengard, „auch Kindergartengruppen haben wir öfters mal hier.“ Übrigens erweitert die Bäckerei Sprengard in Martinshöhe ihre Räume, um auch weiterhin mit frischen Backwaren die Kunden glücklich zu machen. ⇥mw